Do., 20.04.2017

Nabu-Arbeitskreis Artenvielfalt will den Kreis Coesfeld bunter machen und startet Aktion an Grundschulen „Kleine Paradiese“ auf Schulhöfen

Nabu-Arbeitskreis Artenvielfalt will den Kreis Coesfeld bunter machen und startet Aktion an Grundschulen : „Kleine Paradiese“ auf Schulhöfen

Jetzt Wildblumen aussäen und sich im Sommer an der bunten Farbenpracht erfreuen: Der Arbeitskreis Artenvielfalt des Naturschutzbundes (Nabu) im Kreis Coesfeld will Lehrer und Schüler dafür begeistern, solche Projekte auf Schulhöfen durchzuführen. Foto: Peter Bromberg

Kreis Coesfeld. Der Arbeitskreis Artenvielfalt des Naturschutzbundes (Nabu) setzt sich dafür ein, dass der Kreis Coesfeld wieder bunter wird. Mit einem neuen Projekt sollen dafür jetzt auch Grundschüler begeistert werden. „Viele Schüler kennen heutzutage kaum Wildpflanzen, da sie in vielen Gärten als Unkräuter nicht gern gesehen und daher entnommen werden“, weiß Sprecher Rolf Wiederkehr. Dabei spielten unsere Wildpflanzen im Naturhaushalt nicht nur eine wichtige Rolle als Lebensgrundlage für viele Insekten und Vögel, sondern könnten auch durch ihre Schönheit begeistern. Das habe der Arbeitskreis in den letzten anderthalb Jahren in der Serie „Wildpflanze des Monats“ in unserer Zeitung schon gezeigt. Mit dem neuen Projekt unter dem Titel „Kleine Paradiese“ will er nun dazu beitragen, dass auch auf den Schulhöfen kleine Lebensräume für Wildpflanzen und -tiere geschaffen werden.

Von Detlef Scherle

„Bewusst sollen es erst einmal kleine Paradiese sein – und sei es nur ein Quadratmeter!“ hebt Wiederkehr hervor. Der Sendener, der selbst Lehrer ist, weiß, dass die meisten Schulen ohnehin schon mit vielen außerschulischen Projekten belastet sind, die zum Teil auch ehrenamtlich von den Lehrkräften betreut werden. „Diese Belastung soll nicht noch unnötig gesteigert werden.“ Solche kleinen Paradiese zu schaffen und zu betreuen – das lässt sich nach seiner Einschätzung aber „gut in den Lehrplan integrieren und kann auch helfen, vorgeschriebene Unterrichtsgänge zum Kennenlernen der Natur zu verkürzen sowie die Schüler durch die Übertragung kleinerer Aufgaben in dem Gärtchen zu motivieren“. Fünf bis zehn Minuten pro Woche – mehr zeitlicher Aufwand sei es nicht.

Und die Kosten? „Die können bei entsprechender Planung äußerst gering gehalten werden“, sagt Wiederkehr.

Jetzt im Frühling, wenn es draußen wärmer wird und die Natur erwacht, ist der richtige Zeitpunkt, ein solches Projekt zu starten. Die Mitglieder des Nabu-Arbeitskreises Artenvielfalt hoffen, dafür möglichst viele Lehrer und ihre Schüler an den Grundschulen im Kreis Coesfeld begeistern zu können.

7 Wer nach den Osterferien ein solches „Kleines Paradies“ anlegen oder bei der Verwirklichung mithelfen möchte, kann sich unter 2 0176 / 95763207 an Wiederkehr wenden.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4779409?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F