Mo., 06.11.2017

Arbeits-Agentur sieht dennoch positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt im Kreis Coesfeld 115 Bewerber gehen leer aus

Arbeits-Agentur sieht dennoch positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt im Kreis Coesfeld: 115 Bewerber gehen leer aus

Der Tischler ist auch im neuen Ausbildungsjahr einer der zehn beliebtesten Berufe. 64 junge Leute aus dem Kreis Coesfeld wollten ihn ergreifen. 40 Stellen wurden angeboten. Foto: Archiv

Kreis Coesfeld. 115 von den 1752 jungen Leuten, die in diesem Jahr im Kreis Coesfeld einen Ausbildungsplatz suchten, sind leer ausgegangen. Das sind 25 mehr als im Vorjahr. „Vielfältige Ursachen“ macht Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit in Coesfeld, dafür aus. Unter anderem spiele das Festhalten der Jugendlichen an dem Wunschberuf, der auch heute noch nicht in jedem Fall zu realisieren sei, eine Rolle. Der Agentur-Chef appelliert an die kommenden Schulabgänger, die vielen angebotenen Stellen noch besser zu nutzen. Insgesamt zeigt er sich aber mit der Entwicklung am Ausbildungsmarkt zufrieden. Die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildung antreten wollten, sei um 74 zurückgegangen. Die Arbeitgeber meldeten 1662 offene Stellen, wovon 88 unbesetzt blieben – fünf weniger als im vergangenen Jahr.

Von Detlef Scherle

Was passiert nun mit den Übriggebliebenen? „Wir bleiben mit ihnen weiterhin im intensiven Kontakt und suchen nach Alternativen“, so Meiners. Er sei sicher, „noch jedem ein attraktives Angebot“ machen zu können. „Das Ziel ist es, doch noch einen Ausbildungsplatz zu finden oder eine passende Option, um die Zeit bis zum kommenden Jahr sinnvoll zu nutzen.“

Beliebtester Beruf bei den Bewerbern war der Einzelhandelskaufmann. Überhaupt hätten die kaufmännischen Berufe die Wünsche geprägt, so Meiners. Unter den zehn nachgefragtesten Berufen waren sieben kaufmännische. Grundsätzlich sei das ja vollkommen in Ordnung, so der Agentur-Leiter, denn kaufmännische Berufe machten auch einen Großteil der angebotenen Stellen aus. „Gleichzeitig gibt es aber viele Berufe, die ebenso interessant und spannend, den Bewerbern aber kaum bekannt sind.“ Die Chancen, die sich dort verbergen, würden „zu wenig genutzt“, meint er. Die Agentur wolle weiter Neugier wecken auf die Vielfalt der Berufe.

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