Mo., 04.12.2017

Aber günstige Tarife für Familien / Politiker segnen neues Konzept ab / 50 000 Besucher werden erwartet Vischering-Eintritt verdreifacht sich

Aber günstige Tarife für Familien / Politiker segnen neues Konzept ab / 50 000 Besucher werden erwartet: Vischering-Eintritt verdreifacht sich

Am 1. Februar öffnet die umgebaute Burg Vischering als „WasserBurgenWelt“ wieder ihre Tore. Die Besucher müssen dann etwas tiefer in die Tasche greifen. Foto: Markus Kleymann/Kreis Coesfeld

Lüdinghausen. „Einfach und übersichtlich“ soll sie laut Verwaltung werden: die neue Struktur der Eintrittspreise auf Burg Vischering. Wenn die „WasserBurgenWelt“ am 1. Februar neu eröffnet, zahlen Erwachsene 7,50 Euro (ermäßigt: 5 Euro), um alles zu sehen. Bisher kostete das 2,50 Euro (2 Euro). Kinder (ab sechs Jahren) und Jugendliche sind mit 3,50 Euro (1 Euro) dabei. Erstmals ist es dann aber auch möglich, für 3,50 Euro (für Erwachsene; Kinder: 1,50 Euro) nur die Vorburg mit ihren Sonderausstellungen zu besuchen.

Von Detlef Scherle

Für Familien soll der Burgbesuch durch Sonderkonditionen noch attraktiver werden. Sie tragen sogar den unterschiedlichen Lebensformen wie den zunehmenden Ein-Eltern-Familien Rechnung: Ein Erwachsener mit zwei oder mehr Kindern ist künftig beim „Kombi-Ticket“ für die ganze Burg mit 13 Euro dabei. Die Vorburg kann von dieser Kleingruppe für nur fünf Euro besichtigt werden. Sind zwei Erwachsene in der Gruppe kostet die „Kombi“ bei beliebig vielen Kindern 20 Euro, die Vorburg 8,50 Euro.

Und in größeren Gruppen wird’s noch einmal günstiger: Bei Schülergruppen zahlt jeder Einzelne für das Kombi-Ticket 2,50 Euro und nur für die Vorburg 1 Euro. Bei Erwachsenengruppen ab 20 Teilnehmern belaufen sich die Preise pro Person auf 6 Euro (Kombi) beziehungsweise 2,50 Euro (Vorburg).

Grundlage für diese Preisgestaltung waren laut Verwaltung das vom Planungsbüro Duncan Mc Cauley erstellte Betriebskonzept sowie Vergleichspreise anderer Häuser der Region und statistische Auswertungen der Eintrittspreise vergleichbarer Museen in ganz Deutschland. Auf ein gesondertes Ticket nur für die Dauerausstellung in der Hauptburg wurde verzichtet, um die Eingangskontrolle an der Vorburg und auch das Gesamtpreissystem nicht zu verkomplizieren. In der Vorburg ist nämlich keine Besucherschranke vorhanden.

Im Kulturausschuss des Kreistages stießen die Pläne auf positive Resonanz. Die Politiker stimmten dem neuen System – inklusive Erhöhung der Preise – einstimmig zu.

In den ersten Jahren kalkulieren die Museumsmacher mit jährlichen Einnahmen in Höhe von rund 300 000 Euro. Angepeilt werden rund 50 000 Besucher. Um das dauerhaft halten zu können, sollen immer wieder neue Akzente – durch Veranstaltungen und attraktive Sonderausstellungen – gesetzt werden.

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