Do., 07.12.2017

15 Vereinsmitglieder aus dem Kreis Coesfeld bereiten bei Afrikareise den Arbeitseinsatz im Frühjahr vor Großer Sanierungsbedarf an Schulen im Senegal

15 Vereinsmitglieder aus dem Kreis Coesfeld bereiten bei Afrikareise den Arbeitseinsatz im Frühjahr vor: Großer Sanierungsbedarf an Schulen im Senegal

Die Erweiterung der Grundschule in Keuer Massamba Gueye wurde anlässlich der Anwesenheit der Gäste aus dem Kreis Coesfeld gefeiert. Foto: Gotzes

Lüdinghausen. Die Wasserversorgung für den Schulgarten in Baback, einem kleinen Dorf in der Nähe von Thiés im Senegal, ist auf einem guten Weg. Im Rahmen der jüngsten Reise von 15 Aktiven des Vereins „Hilfe für Senegal“ wurden die organisatorischen Vorbereitungen getroffen, um das Bewässerungsprojekt im kommenden Jahr zu realisieren. Das teilte der Verein jetzt mit. Technisch „steht“ das Projekt. An der Finanzierung wird derzeit aber noch „gebastelt“. Die Soroptimistinnen dem Münsterland denken über eine Unterstützung des Vorhabens nach. Die Bewässerung des Schulgartens soll einerseits zur Versorgung der Schulküche beitragen. Der Schulgarten soll auf der anderen Seite auch unter pädagogischer Sicht angelegt werden.

Von Allgemeine Zeitung

Apropos Schulen: Sie standen im Mittelpunkt der zweiwöchigen Reise, denn viele Projekte, die „Hilfe für Senegal“ finanziert, drehen sich – neben der medizinischen Versorgung – um die Bildung. So wurde die Gehörlosen-Schule in Thiés besucht, wo im kommenden Jahr der zweite Renovierungsabschnitt in Angriff genommen werden soll. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch in der Realschule in Fahu: Diese erste integrative Realschule Westafrikas war erst vor gut einem Jahr vom Lüdinghauser Verein errichtet worden und ist jetzt mit 840 Schülern voll ausgelastet. Für die Vereinsmitglieder war es ein besonderes Erlebnis, diese Schule im Alltag zu erleben.

Die Erweiterung um zwei weitere Klassen wurde gerade erst in der Grundschule in Keur Massamba Gueye von „Hilfe für Senegal“ finanziert. In kleinem Rahmen fand jetzt die Einweihungsfeier anlässlich der Anwesenheit der Besucher aus dem Kreis Coesfeld statt. Finanziert wurde diese Schulerweiterung insbesondere durch Sponsorenläufe verschiedener heimischer Schulen.

Bei weiteren Besichtigungen stellten die Helfer aus dem Münsterland fest, dass es gerade an Schulen und medizinischen Einrichtungen großen Sanierungsbedarf gibt. Nichtsdestotrotz freut man sich über Erfolge – wie zum Beispiel in der Gesundheitsstation in Kaba. „Diese Station hat sich zu einem Vorzeigeobjekt im Land entwickelt“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. 60 Menschen werden täglich behandelt. 130 Kinder kommen dort jeden Monat zur Welt.

Die Besuche in einem Waisenhaus, im Brillenladen und in der Rollstuhlwerkstatt, die Gespräche mit Vertretern der Gesundheits- und Sozialbehören rundeten den stressigen Besuch im Senegal ab. Zentrales Thema der Tour war die Vorbereitung des großen Arbeitseinsatzes, der traditionsgemäß im Frühjahr stattfindet. Die Mitglieder, die dann auf die Reise gehen, können sich schon auf einiges gefasst machen: Es gibt viel zu tun...

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