Museum auf Burg Vischering feierlich neu eröffnet / Viel Lob und Anerkennung für Planer und Gestalter
„Münsterland hat sein Juwel wieder“

LÜDINGHAUSEN. „Lebendiges Denkmal“, „wunderschöner Ort“, „Leuchtturm der Region“ und „Juwel“: Die „neue“ Burg Vischering bekam gestern Abend bei einer Feierstunde in der Vorburg zur Wiedereröffnung des Museums nach anderthalbjähriger Sanierungs- und Umgestaltungsphase viele positive Attribute zugesprochen. Lob heimsten die beteiligten Planer und Museumsmacher ein für das „gelungene Konzept“, auf das anschließend im Foyer zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft mit Sekt anstießen. Danach machte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr draußen auf der Brücke gemeinsam mit seinen Kindern und Prominenten mit einem beherzten Schnitt durch ein blaues Band den Weg frei in die neue „WasserBurgenWelt“.

Freitag, 02.02.2018, 11:42 Uhr

Museum auf Burg Vischering feierlich neu eröffnet / Viel Lob und Anerkennung für Planer und Gestalter: „Münsterland hat sein Juwel wieder“
Mit  beherzten Schnitten durch ein blaues Band gaben (v. l.) Landesdirektor Matthias Löb, der frühere Landrat Konrad Püning, Eigentümer Graf Benedikt Droste zu Vischering Erbdroste, Uta Schneider als frühere Geschäftsführerin der Regionale 2016, Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann sowie Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und seine Kinder die Brücke zur Burg frei. Foto: az

9,6 Millionen Euro haben die Maßnahmen auf der Burg gekostet. „Alles, was hier investiert wurde, ist hervorragend angelegt“, betonte die eigens aus Düsseldorf zur Feierstunde angereiste Ministerialdirigentin Anne Katrin Bohle. Sie musste schnell wieder weg, versprach aber wiederzukommen – und zwar mit den zuständigen Abteilungsleitern der Ministerien aller deutschen Bundesländer. Das hörte Schulze Pellengahr gern, der vor allem viel Dank auszusprechen hatte. Mit Blumen und einem Gemälde überraschte er seine frühere Kreiskulturreferentin Christine Sörries, die als eine der „Mütter“ des Vischering-Konzeptes gilt. Als „Musterbeispiel kommunaler Zusammenarbeit“ bezeichnete er das gemeinsame erfolgreiche Wirken mit der Stadt Lüdinghausen, die im Rahmen der Regionale 2016 auch ihren Marktplatz und die Fläche zwischen den Burgen Vischering und Lüdinghausen attraktiver machte.

Ohne „westfälische Dickschädel“, die immer wieder um Fördermittel vorsprachen, wäre das nicht gegangen – das wurde an vielen Stellen der von den Brüdern Wassily & Nicolai Gerassimez am Flügel und Cello musikalisch auf höchstem Niveau umrahmten Veranstaltung deutlich. Namentlich nannte Schulze Pellengahr seinen Amtsvorgänger Konrad Püning und den Landtagsabgeordneten André Stinka, denen er „erhebliches westfälisches Beharrungsvermögen“ bescheinigte. Bohle verriet, dass sie das Konzept anfangs „für zu kurz gesprungen“ hielt. Gestern war sie aber vollauf begeistert von den Ergebnissen. Ebenso Regierungspräsidentin Dorothee Feller: „Das Münsterland hat ein Juwel wiederbekommen, noch mal ein bisschen aufpoliert.“ Um daran zu erinnern, dass es sich um ein Regionale-2016-Projekt handelte, überreichte deren frühere Geschäftsführerin Uta Schneider Plaketten. „Unsere Burg ist behutsam ins 21. Jahrhundert geführt worden“, freute sich schließlich auch Eigentümer Graf Benedikt Droste zu Vischering Erbdroste. Er wisse die Burg, die für seine Familie „identitätsstiftend“ sei, beim Pächter Kreis Coesfeld „in guten Händen“, betonte er.

Dann stürmten die geladenen Burg-Gäste zur Eroberung derselben hinein. Für das allgemeine Publikum ist sie am kommenden Sonntag erstmals zu besichtigen.

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