Bei den beliebtesten Mädchennamen hat im Kreis Coesfeld Vorjahreszweite Emma wieder das Näschen vorn
Anton aus dem Nichts an die Spitze

Kreis Coesfeld. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. 21 Jungen aus dem Kreis Coesfeld sind im vergangenen Jahr von ihren Eltern Anton genannt worden, 20 hören auf den Namen Henry. Damit haben sich zwei absolute „Newcomer“ quasi aus dem Nichts an die Spitze der Tabelle der beliebtesten Jungennamen gesetzt, die im vergangenen Jahr noch von Paul und Felix angeführt wurde. Es scheint sich auch um einen lokalen Trend im Kreis Coesfeld zu handeln, denn Anton und Henry tauchen in den bundesweiten Top Ten gar nicht auf. Die werden von Ben (im Kreis Coesfeld Platz 5) und Jonas (Platz 8) angeführt. Bei den Mädchen gibt es schon mehr Übereinstimmungen. Da hat sich im Kreis Coesfeld Emma mit 20 Nennungen nach einem Jahr auf Rang 2 wieder an die Spitze vorgekämpft, vor Sophia (19 Nennungen). Emma ist auch bundesweit die Nummer eins, Sophia immerhin deutschlandweit auf Rang 4.

Dienstag, 06.02.2018, 18:52 Uhr

Bei den beliebtesten Mädchennamen hat im Kreis Coesfeld Vorjahreszweite Emma wieder das Näschen vorn: Anton aus dem Nichts an die Spitze
Foto: az

Insgesamt 1800 Kinder von Eltern aus dem Kreis Coesfeld erblickten 2017 das Licht der Welt. Wie in jedem Jahr hat sich mit Laura Kristo eine Schüler-Praktikantin unserer Redaktion mit den von den Einwohnermeldeämtern gelieferten Listen auseinandergesetzt und die beliebtesten Namen ermittelt.

Sie hat einige Besonderheiten herausgefunden. „In den Listen tauchen viele altdeutsche Namen auf“, hebt die Schülerin des Coesfelder Pius-Gymnasiums hervor. Klassiker wie Leopold, Hugo und Hermann bei den Jungen sowie Hilde, Josefa und Lieselotte bei den Mädchen sind darunter. Diese Entwicklung, auf Namen der Großeltern und Urgroßeltern zurückzugreifen, hält nun schon einige Jahre bei uns an.

Durch den Zuzug von Flüchtlingen in den vergangenen Jahren gibt es nach Lauras Erkenntnissen auch immer mehr arabische Namen wie Mohammed, Ali, Ayse oder Hamza auf. Auch Ramadan und Islam wurden in hiesigen Breiten als Vornamen vergeben.

Immer mehr heimische Eltern setzen dagegen auf Individualität und teilweise auch fremdländisch klingende Namen. So entdeckte Laura Vornamen wie Leif, Weam und Purity in den Listen.

Ein Junge wurde Brooklyn getauft. „Ob das nun eine Hommage an den Stadtteil von New York ist, bleibt offen“, meint sie. Häufig orientierten sich die Eltern auch an der Namensvergabe prominenter Eltern. So hatten vor 18 Jahren schon David und Victoria Beckham ihren Sohn Brooklyn genannt. „Namen wie Vito, der Ex-Freund von Heidi Klum, und Alessio, wie das Kind der DSDS-Stars Sarah und Pietro Lombardi, waren im Kreis Coesfeld auch mehrfach vertreten“, berichtet sie. Einen kleinen Engel mit Namen Angel gibt es seit vergangenem Jahr übrigens auch im Kreisgebiet. Himmlisch!

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