Di., 13.03.2018

Kreis Coesfeld „Arbeit 4.0“ geht auch fair

Kreis Coesfeld: „Arbeit 4.0“ geht auch fair

Als Roboter verkleidete Delegierte machten das Thema „Arbeit 4.0“ sichtbar. An der Spitze des Vorstandes des KAB-Bezirksverbandes Coesfeld stehen Günter Schlicker (4. v. l.) als Vorsitzender sowie Heinz Wansing (5. v. l.) und Janbernd Lütke Brintrup (6. v. l.) als Stellvertreter. Foto: az

Dülmen. Müssen wir uns Sorgen machen, weil die Digitalisierung uns überrollen und Arbeitsplätze in großer Zahl vernichten wird? Diese Frage beschäftigte jetzt die 65 Delegierten und Gäste beim Bezirkstag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung {KAB} im Pfarrheim St. Joseph in Dülmen. „Schöne neue Welt? – Arbeit 4.0“ hatte der Sozialverband seinen Bezirkstag überschrieben und mit Dr. Michael Schäfers, Leiter des Grundsatzreferates der KAB Deutschlands einen ausgewiesenen Fachmann dafür engagiert. In Grußworten der Gäste aus Politik, Kirche und Gewerkschaft erntete die KAB viel Lob für die Wahl des Bezirkstag-Themas. Am Nachmittag wählten die Delegierten Günter Schlicker aus Werne zum Bezirksvorsitzenden. Seine Stellvertreter wurden Janbernd Lütke Brintrup aus Lüdinghausen und Heinz Wansing aus Dülmen.

Von Allgemeine Zeitung

Michael Schäfers entmystifizierte den Begriff Arbeit 4.0 als „unscharfen Sammelbegriff für alles, das irgendwie nach technologischer Erneuerung riecht“. Unbestritten sei, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt schnell voranschreite. Dennoch warnte er, sich von Schreckensszenarien einfangen zu lassen. Die Digitalisierung werde eine sukzessive Entwicklung sein, ist Schäfers sicher, die es bewusst und menschenwürdig zu gestalten gelte. Zunehmende Flexibilisierung der Arbeit, steigende Qualifikationsanforderungen an Beschäftigte und Strukturumbrüche brauchen eine Ordnungspolitik hin zu einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft hob der KAB-Referent hervor.

Dabei sieht Schäfers den eigenen Verband als „gut aufgestellt“. Eine zentrale Frage für die Zukunft sei, wie die soziale Sicherung der Zukunft aussehe – gerade dann, wenn mehr Arbeitnehmer durch Maschinen ersetzt werden.

Schäfers verwies in diesem Zusammenhang auf die Forderung der KAB nach einem garantierten Grundeinkommen für alle Bürger. Das Grundeinkommen nach dem Modell der KAB sichere die menschenwürdige Existenz und die Gleichwertigkeit aller Formen von Arbeit wie auch der Privat- und Familienarbeit oder das freiwillige Engagement.

Der Nachmittag des Bezirkstages stand unter dem Zeichen der Wahlen zum Bezirksvorstand: Neben den schon genannten Mitgliedern der Bezirksleitung sind als Beisitzer in dem Gremium vertreten: Viktor Becks aus Dülmen, Reinhard Bergmann aus Werne, Mechthild Büning aus Osterwick, Elisabeth Hönig aus Ascheberg, Adolf Klein aus Werne, Michael Kreuznacht aus Merfeld, Ursula Steppke aus Dülmen, Ludger Waltering aus Coesfeld und Theo Wulfert aus Lünen.

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