Kreis Coesfeld
Ansturm auf Zentrale Ausländerbehörde

Kreis Coesfeld. Der Countdown läuft: Noch 26 Tage bis zur Eröffnung der neuen Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) am Leisweg in Coesfeld. Handwerker geben sich dort derzeit die Klinke in die Hand, um das bislang als Flüchtlingsunterkunft genutzte Gebäude für seine neue Bestimmung fit zu machen. „Uns kommt dabei entgegen, dass es ja vorher schon ein Verwaltungsgebäude war“, erinnert Dietrich Aden vom Büro des Landrates an die Vornutzung durch die Bezirksregierung. Kostspielige Umbauten müssen nicht mehr vorgenommen werden. Nur Kabelverlegungen und ein neuer Anstrich sind fällig. Es werde „zurücksaniert für den Verwaltungsgebrauch“, so Aden. Und die Arbeiten liegen im Zeitplan. „Ich freue mich, dass wir die Zusage an das Land NRW halten können, schon im Juni mit der Arbeit der Zentralen Ausländerbehörde zu beginnen“, sagt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr als neuer Chef der Behörde. Die ZAB wird Abteilung der Kreisverwaltung. Deren Leitung übernimmt Michael Göckener, der bislang die Direktion „Zentrale Dienste“ der Kreispolizeibehörde inne hat. Der gebürtige Coesfelder bringt Erfahrung mit, war er doch von 1991 bis 1998 in der Ausländerbehörde des Kreises tätig.

Sonntag, 06.05.2018, 10:44 Uhr

Kreis Coesfeld: Ansturm auf Zentrale Ausländerbehörde
In der Personalabteilung haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, die Bewerbungen zu sichten und geeignete Kandidaten auszuwählen. Foto: az

Sein Hauptjob ist momentan, die neuen Mitarbeiter auszusuchen und zu schulen. Waren einige am Anfang skeptisch, ob sich die 80 Stellen für die ZAB so schnell besetzen lassen werden, hat sie das Ausschreibungsergebnis eines Besseren belehrt: Rekordverdächtige 798 Bewerbungen sind eingegangen.

Wie kam es zu diesem Ansturm? „Der Kreis Coesfeld ist eben ein attraktiver Arbeitgeber“, lacht Aden. Aber er schiebt noch drei handfeste Gründe hinterher: Bei einer Ausschreibung von 80 Stellen rechnen sich viele Bewerber bessere Chancen aus. Eine Rolle gespielt habe aber wohl auch, dass die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Münster geschlossen werde und deren Mitarbeiter neue Jobs suchten. Und nicht zuletzt: Der Kreis Coesfeld hat auch Quereinsteiger – zum Beispiel aus kaufmännischen Berufen – zugelassen. Die Stellen sind auf zwei Jahre befristet. Wenn die „Neuen“ sich bewähren, können sie sich fortbilden und eine klassische Verwaltungskarriere starten. Aden: „Das ist für viele eine spannende Sache.“

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