Kreis Coesfeld
„Uns ist klar: Wir müssen jetzt liefern“

Billerbeck. NRW ist zum „Swing State“ geworden – die Mehrheiten wechseln in letzter Zeit schon mal. Die neue schwarz-gelbe Koalition hat nur eine Stimme Mehrheit. „Uns ist klar: Wir müssen jetzt liefern“, erkennt Dietmar Panske (Ascheberg) an, dass der Wähler erwartet, dass CDU und FDP ihre Wahlversprechen einlösen. Sonst könnten sie beim nächsten Mal ganz schnell wieder weg vom Fenster sein. Panske und sein Coesfelder Kollege Wilhelm Korth haben jetzt bei einem Pressetermin im Kloster Gerleve in Billerbeck eine positive Bilanz ihres ersten Jahres im Landesparlament gezogen. „Das war ein sehr bewegendes erstes Jahr“, unterstreicht Panske. Von einem „aufregenden Jahr“ spricht auch sein Abgeordneten-Kollege Korth – und die CDU-Politiker meinen damit nicht nur die Turbulenzen um die zurückgetretene Landwirtschaftsministerin sondern vor allem wie sich ihr eigenes Leben durch die Mandatsübernahme geändert hat.

Mittwoch, 30.05.2018, 13:48 Uhr

Kreis Coesfeld: „Uns ist klar: Wir müssen jetzt liefern“
So manches Hindernis haben sie schon beiseite geräumt: Wilhelm Korth (l.) und Dietmar Panske bei ihrer Jahrespressekonferenz in Gerleve. Foto: Detlef Scherle

Auch wenn sie erst einmal lernen mussten, „wie der Hase läuft in Düsseldorf“, so der Coesfelder, hätten sie schon viele von den Forderungen aus dem Wahlkampf umgesetzt. Zugute komme ihnen dabei, dass beide in ihre „Wunsch-Ausschüsse“ gekommen sind: Panske arbeitet im Innen- und Schulausschuss mit sowie im Untersuchungsausschuss zum Weihnachtsmarkt-Attentat in Berlin, Korth hat sich Sitz und Stimme im Agrar- und Umweltausschuss sowie im Petitionsausschuss gesichert. „Damit sind wir für unsere Region sehr gut aufgestellt“, erklärt Panske.

Kern ihrer Abgeordneten-tätigkeit bleibt nach eigenen Angaben, das Ohr an der Basis zu haben. „Wir sind an sieben Tagen in der Woche im Wahlkreis unterwegs“, betont Panske. Dem ländlichen Raum eine Stimme geben – das wollen sie in Düsseldorf, und haben dafür schon viele Kontakte geknüpft und Mitstreiter aus anderen Regionen gefunden, denn auch in der eigenen Fraktion gebe es durchaus unterschiedliche Sichtweisen auf die eine oder andere Frage, wenn die einen aus den Ballungsräumen und die anderen vom Land kämen. Eines der wichtigsten Themen sei dabei die Mobilität, so Panske. „Wir möchten, dass das Münsterland Modellregion wird.“ Die Erreichbarkeit sei gerade auch für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen enorm wichtig. Ein wenig stolz ist er darauf, dass er sich mit einem ersten eigenen Antrag schon durchgesetzt hat: Die Zweizügigkeit von Sekundarschulen wird nun festgeschrieben. Eine wichtige Grundlage, um die Schulversorgung im ländlichen Raum zu sichern.

Die Freiheit der Kommunen liegt Korth am Herzen: „Das Geld sollte ihnen direkt gegeben werden, nicht erst nach komplizierten Antragsverfahren.“ Auch da seien erste Schritte schon umgesetzt: Die Integrationspauschalen seien vom Land 1:1 weitergeleitet worden. Insgesamt flossen 1,7 Millionen Euro in den Kreis Coesfeld. Korth ist auch froh, beim Landesentwicklungsplan Lockerungen erreicht zu haben: „Auch Orte mit unter 2000 Einwohnern dürfen sich jetzt weiterentwickeln.“

„Alles fertig und wunschlos vollendet haben wir im ersten Jahr allerdings noch nicht“, erklärt Panske mit einem Augenzwinkern. Da sei beispielsweise noch das Langzeitprojekt Ausbau der Bahnstrecke Lünen-Ascheberg-Münster. Unter seiner Führung hätten die münsterländischen Landtagsabgeordneten der CDU den Druck für die Realisierung dieses wichtigen Verkehrsprojektes in Berlin erhöht.

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