Mo., 04.06.2018

Kreis Coesfeld Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere schaffen

Kreis Coesfeld: Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere schaffen

Besiegelten die Kooperation: (v. l.) Stefan Bölte, Nicole Büsing, Hermann Grömping und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Foto: az

Kreis Coesfeld / Datteln. Im Rahmen einer Exkursion besuchte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr das Umfeld von Haus Vogelsang in Datteln, wo er aktuelle Renaturierungsprojekte an der Lippe besichtigte. Zugleich wurde bei dem Ortstermin eine wichtige Kooperation besiegelt: Die dort ansässige Landschaftsagentur Plus und die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld vereinbarten eine enge Zusammenarbeit, was das strategische Management von Ausgleichsflächen betrifft.

Von Allgemeine Zeitung

Gemeinsames Ziel ist es, die Schaffung und Nutzung dieser Flächen zu bündeln und zu koordinieren: In der Fach- und Bauleitplanung werden innerhalb des Kreisgebietes oft ökologische Ausgleichsmaßnahmen erforderlich, die Eingriffe in die Umwelt kompensieren – nach Landschafts-, Forst- und Artenschutzrecht. Im stark landwirtschaftlich und industriell genutzten, aber auch durch neue Siedlungen geprägten Kreis Coesfeld besteht eine große Konkurrenz bei der Nutzung von Flächen. Deshalb sollen Ausgleichsmaßnahmen gebündelt und vorrangig in fachlich abgestimmten Landschaftsräumen mit hohen ökologischen Potenzialen konzentriert werden – und nicht auf kleinen, überall verstreuten Flächen. Solche Landschaftsräume mit hohen ökologischen Potentialen sind zum Beispiel die Gewässerauen. Durch die Vereinbarung werden gemeinsame fachliche Qualitätsstandards für Kompensationsleistungen festgelegt.

Durch die von der Geschäftsführerin der Landschaftsagentur Plus, Nicole Büsing, geführte Exkursion konnte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr in Begleitung von Hermann Grömping (Untere Naturschutzbehörde) und Geschäftsführer Stefan Bölte (Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld) einen Eindruck von der Entstehung eines neuen Auenrefugiums gewinnen; mit über 100 Hektar schafft es für viele selten gewordene Pflanzen und Tierarten neuen Lebensraum. „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Artensterbens und der abnehmenden Biodiversität brauchen wir Kooperationspartner, um Ausgleichsflächen nachhaltig und koordiniert anzulegen“, so Landrat Dr. Schulze Pellengahr. Die derzeitigen Maßnahmen an der Lippe seien ein gutes Beispiel dafür, wie dies großflächig geschehen kann.

Google-Anzeigen
Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5793916?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F