Mo., 27.01.2014

Malteser schlagen Alarm „Belastet unsere Arbeit immer mehr“

Ungenehmigt aufgestellte Sammelcontainer schmälern das Ergebnis karitativer Sammler – aber auch genehmigte gewerbliche Sammlungen.

Ungenehmigt aufgestellte Sammelcontainer schmälern das Ergebnis karitativer Sammler – aber auch genehmigte gewerbliche Sammlungen. Foto: bri

Greven - 

Die Malteser machen auf die Auswirkungen illegaler, gewerblicher Altkleidersammlungen aufmerksam und fordern die Stadt zum Handeln auf. „Bis solche ohne Genehmigung der Kommune aufgestellten Altkleidercontainer wirklich entfernt werden, dauert es manchmal Wochen, und die gewerblichen Sammler haben auf diese Weise schon eine ganze Menge an Altkleidern sammeln können“, heißt es in einer Mitteilung.

In der vergangenen Woche berichteten die Westfälischen Nachrichten über illegale Altkleidercontainer in der Stadt Greven. Dies sei mittlerweile bundesweit ein Ärgernis, so Stephan von Salm, Diözesanreferent der Malteser für Altkleider im Bistum Münster, und fordert die Stadt Greven in einer Pressemitteilung zu konsequentem Handeln auf. „Dieses Phänomen belastet unsere Arbeit immer mehr“, unterstreicht von Salm. „Bis solche ohne Genehmigung der Kommune aufgestellten Altkleidercontainer wirklich entfernt werden, dauert es manchmal Wochen, und die gewerblichen Sammler haben auf diese Weise schon eine ganze Menge an Altkleidern sammeln können“, so von Salm weiter.

Die Malteser weisen in diesem Zusammenhang auf ein aktuelles Urteil des Landgerichtes Verden (10 O 1/13) vom 23. Dezember 2013 hin, wonach es einem gewerblichen Altkleidersammler, der ohne Zustimmung der Gemeinde Container aufgestellt hatte, untersagt wurde, künftig weitere Container aufzustellen und dieser sogar Schadenersatz zahlen musste. „Dieser Rechtsweg ist aber lang und müßig“, beschreibt von Salm die Rechtslage. Mindestens genauso problematisch ist aus Sicht der Malteser, dass die Städte im Münsterland, so auch die Stadt Greven, gewerblichen Altkleidersammlern überhaupt die Erlaubnis erteilen, auf öffentlichen Grundstücken Altkleidercontainer aufzustellen. So betreibe ein gewerblicher Sammler seit mehreren Monaten in Greven mindestens 18 Altkleidercontainer, teilweise direkt neben den Malteser-Containern. „Seitdem ist die Menge in unseren Altkleidercontainern erheblich zurückgegangen“, betont von Salm. Während diese Firma die Altkleider ausschließlich zu eigenen, wirtschaftlichen Zwecken sammele, finanzieren die Malteser mit den Erlösen aus den Altkleiderspenden ihre ehrenamtliche Arbeit in der Stadt Greven, was eben bei einer solchen Konkurrenzsituation immer schwieriger werde, heißt es in der Malteser-Mitteilung weiter. „Die Bürger wollen doch ihre Altkleiderspende einem guten Zweck zukommen lassen – wir hoffen daher, dass die Stadt diese Problematik erkennt und uns mit allen ihr zur Verfügung stehenden Maßnahmen unterstützt“, appelliert von Salm an die Stadt Greven.

► Informationen über Altkleidersammlungen der Malteser gibt es auch im Internet: www.malteser-muenster.de/spenden-und-helfen/gutes-tun-mit-alten-kleidern.html

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