Fr., 26.01.2018

Das Stück „Ghetto“ im Borchert-Theater thematisiert eindrucksvoll ein moralisches Dilemma Ein Pakt mit dem Teufel

Nazi-Offizier Kittel gibt sich jovial gegenüber den jüdischen Schauspielern, die im Grunde um ihr Leben spielen: Szene mit Bernd Reheuser, Johannes Langer, Rosana Cleve und Florian Bender (v.l.).

Münster - „Auf dem Friedhof spielt man kein Theater“ – das wirft der Bibliothekar dem Leiter des Ghettos von Wilna, Jakob Gens, vor. „Du willst dir nur die Finger nicht schmutzig machen“, kontert dieser und formuliert damit ein Kernproblem in Joshua Sobols Schauspiel „Ghetto“, das jetzt im Borchert-Theater Premiere hatte. Ist eine Kollaboration mit den Nazis gerechtfertigt, wenn man damit Leben retten kann? Von unseremMitarbeiterHelmut Jasny mehr...

Do., 25.01.2018

Das Sinfonieorchester präsentiert mit dem Paulinum das neue Jugendkonzertformat „Musik +“ Unterdrückung wird hörbar

Unfreiheit als Spielszenario: An der Security kam keiner ohne Gängelei vorbei beim neuen Konzertformat „Musik+“ mit dem Sinfonieorchester Münster um Generalmusikdirektor Golo Berg (hinten Mitte): „Unterdrückung“ war das Thema.

Münster - „Ihr vier durch Tür 3.“ – „Einmal ganz umdrehen!“ – „Zeig deine Tasche“: Zu diesem Konzert mit dem Sinfonieorchester Münster geht es nur an Security und Schildern mit „Videoüberwachung“ vorbei. Von Andreas Hasenkamp mehr...


Do., 25.01.2018

Junges Sinfonieorchester spielt Rachmaninow und Schumann Dorel Golan erntet mit dem Jusi Beifallsstürme

Dorel Golan wurde von Jusi-Dirigent Bastian Heymel und vom Publikum gefeiert.

Münster - Bei Münsters studentischen Orchestern jagt ein Highlight das nächste. Und was das Junge Sinfonieorchester an der WWU am Mittwoch abfeuerte, war die hellste Leuchtrakete von allen. Von Arndt Zinkant mehr...


Do., 25.01.2018

„Tat Sachen Theater“ stellt „Feuerland“ in der Meerwiese vor Niemand hat gefragt

Mit Puppen erzählt das „Tat Sachen Theater“ aus Münster Geschichten aus Chile.

Münster - An ein nicht so fernes Plätzchen am Ende der Welt entführte am Mittwochabend die Premiere des Figurentheaters „Feuerland“. Im Theater in der „Meerwiese“ in Coerde spielte das „Tat Sachen Theater“ aus Münster die Geschichte Chiles. Von Andreas Hasenkamp mehr...


Do., 25.01.2018

Ausstellung von Elke Seppmann im Theater Münster Der Mond schien helle

Leuchtkörper im Dunkel der Nacht: Die gebürtige Münsteranerin Elke Seppmann zeigt im Theaterfoyer ihre Tankstellen-Gemälde, die launige bis geheimnisvolle Titel tragen wie „Märchenwald“ oder „Annäherung“.

Münster - Hier gibt’s Sprit. Das mag vor genau 95 Jahren in Hannover als Beschreibung gereicht haben, als dort die erste öffentliche Tankstelle ihre Zapfhähne öffnete. Heute sind diese Versorgungsanlagen ein moderner Mythos. Besonders in der Nacht. Elke Seppmann zeigt im Theater Gemälde und Farbholzschnitte zu diesem Sujet unter dem Titel „Dunkel war’s“. Von Gerhard H. Kock mehr...


Do., 25.01.2018

Thorsten Lensing zeigt Stück von David Foster Wallace „Unendlicher Spaß“ mit Star-Ensemble

Das Ensemble (v.l.): Jasna Fritzi Bauer, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Sebastian Blomberg, Devid Striesow und André Jung

Münster - Regisseur Thorsten Lensing bringt das Opus Magnum „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace als Vorpremiere auf die Pumpenhaus-Bühne (31. Januar bis 2. Februar). mehr...


Mi., 24.01.2018

Einklang-Philharmonie stellt ihre „Sinfonischen Wellen“ vor Beethovens Neunte im Jovel als Saisonhöhepunkt

Die Einklang - Philharmonie für alle

Münster - Die Einklang-Philharmonie für Alle setzt im vierten Jahr ihre erfolgreiche Konzertreihe „Sinfonische Wellen im Hafenviertel von Münster“ fort. Das professionelle, international besetzte Orchester spielt in seinen vier Programmen sechs Sinfonien: darunter Haydns „La poule“ und Bizets C-Dur Sinfonie, Mozarts „Haffner“-Sinfonie oder die sarkastisch- virtuose „Neunte“ von Schostakowitsch. mehr...


Di., 23.01.2018

Wolfgang-Borchert-Theater zeigt zum ersten Mal in Münster „Ghetto“ von Joshua Sobol „Man muss das heute machen“

Widersprüchliche Gefühle quälen die Bewohner im „Ghetto“. Das Borchert-Theater zeigt ab Donnerstag das Stück von Joshua Sobol.

Münster - Man mag angesichts des Themas nicht in Gigantismus verfallen. Aber mit der Inszenierung von Joshua Sobols „Ghetto“ leistet das Wolfgang-Borchert-Theater Enormes und mutetet dem Publikum eben solches zu. Das Ensemble selbst meint: „Noch nie haben wir ein Stück gespielt, dass so unter die Haut geht“, berichtet Meinhard Zanger. Der Intendant des WBT inszeniert das Schauspiel mit Musik und vier Dutzend Spielern. Von Gerhard Heinrich Kock mehr...


Di., 23.01.2018

Erbdrostenhofkonzert mit Seiler und Rieger Romantik und Barock reichen sich Hände

Midori Seiler und Christian Rieger 

Münster - Von Weber, Mendelssohn und Bach – Romantik und Barock reichten sich beim Erbdrostenhofkonzert die Hände. Heraus kam unterm Strich Romantik. Aber keine rauschhafte oder süßliche, sondern Romantik mit Maß und Noblesse. So ähnlich könnte es im Hause Mendelssohn seinerzeit geklungen haben. Von Arndt Zinkant mehr...


Mo., 22.01.2018

Der münstersche Bildhauer Rudolf Breilmann ist im Alter von 88 Jahren gestorben Ein Meister der klaren Form

Rudolf Breilmann 2009 in seinem Atelier in Roxel. Neben ihm das Modell jener Haydn-Büste, die heute das Gymnasium Senden ziert.

Münsterland - Er zählte zu den bedeutendsten Künstlern des Münsterlandes. Im Alter von 88 Jahren ist der Bildhauer Rudolf Breilmann am vergangenen Samstag, 20. Januar, gestorben. Ein Nachruf. Von unseremRedaktionsmitgliedernJohannes Loyund Gerhard H. Kock mehr...


So., 21.01.2018

Letzte Proben für „Kappe App“-Saison Noch Leerstellen im Manuskript

Gabriele Brüning (r.) feilt hier mit ihren Mannen gerade noch an einer Szene.

Münster - In zwei Wochen ist „Kappe App“-Premiere, die Proben für den alternativen Karneval 2018 laufen auf Hochtouren. Noch zieren keine Requisite, keine Bühne den Saal bei Lappe am Albersloher Weg. Stattdessen stehen Vitamin-C-haltige Getränke und Stullen auf den Tischen, und das Intro von Ulrich Sprenger lautet auf dem Papier noch: „An dieser Stelle kommt der Text, den wir noch nicht haben.“ Von Andreas Hasenkamp mehr...


So., 21.01.2018

Schoneberg-Konzert Inspirierend und atemberaubend

Avi Avital  gastierte mit Ksenija Sidorova beim jüngsten Schoneberg-Konzert.

Münster - Mehr von solchen Künstlern, so mitreißenden, so inspirierenden, so atemberaubend spielenden. Ksenija Sidorova und Avi Avital schäumte brandender Beifall entgegen, als das Publikum sie am Freitag beim Schoneberg-Konzert verabschiedete. Die beiden jungen Interpreten hatten die Zuhörer elektrisiert – und im Nu das Klischee vom „Volkstümelnden“ ihrer Instrumente widerlegt. Von unseremMitarbeiterChr. Schulte im Walde mehr...


Fr., 19.01.2018

Europäisches Kulturerbejahr 2018 Münster setzt Friedenszeichen

Münsters historisches Zentrum mit Dom und Friedenssaal will im Europäischen Kulturerbe 2018 Akzente setzen, zumal der 101. Katholikentag unter dem Leitwort „Suche Frieden“ Zehntausende Gäste in die Westfalenmetropole führen wird.

Münster/Osnabrück - Brexit, mangelnde Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, separatistische Bestrebungen von Katalonien bis Schottland: Die Frage nach der Identität Europas steht wieder drängend im Raum. Was macht Europa aus, seine Wertvorstellungen, seine politische Verfasstheit, seine Kultur? Auf diese Frage will das Europäische Kulturerbejahr 2018 eine Antwort geben. Von Johannes Loy mehr...


Fr., 19.01.2018

„Freuynde und Gaesdte“ unterziehen Robin Hood einer launigen Regionalisierung Robin, Tönnes und Klein-Ludger

Sagenhafte 14 Rollen muss das lediglich dreiköpfige Ensemble des freien Theaters „Freuynde und Gaesdte“ im „Blauen Haus“ bei ihrem Kneipentheater über Robin Hood darstellen – hier Anke Winterhoff und Johan Schüling.

Münster - Der Sheriff kommt nicht aus Nottingham, sondern aus „Notteln“, worin der Münsterländer schnell ein unsauber gesprochenes Nottuln erkennt. Auch die anderen Figuren hat man einer Regionalisierung unterzogen. Von Helmut Jasny mehr...


Fr., 19.01.2018

Beate Rekers literarischer Rundgang im Naturkundemuseum Vergnügliches und besinnliches Erlebnis

Ihrem Teddy liest Beate Reker vor, während der Wolf ein Rotkäppchen auf dem Kopf hat.

Münster - Wenn Beate Reker den kleinen Teddybären wie ein Baby auf dem Arm hält, um ihm Axel Hackes „Tierleben“ vorzulesen, schaut auch der ausgestopfte Wolf friedlich zu. Kein Wunder, dass die Rezitatorin ihm ein keckes Rotkäppchen aufgesetzt hat. Von Arndt Zinkant mehr...


Fr., 19.01.2018

Stephan Schumacher zeigt im Boulevard „Sie ist dann mal weg“ Mit Soßenbinder zum Glück

Stephan Schumacher gastiert mit „Sie ist dann mal weg“ im Boulevard-Theater.

Münster - Auch das Boulevard-Theater musste an diesem Abend dem Sturm Tribut zollen: einige leere Plätze; aber die Zuschauer, die gekommen waren, amüsierten sich gut. Anfangs dauerte es etwas, bis sich der Schauspieler Stephan Schumacher warm gespielt hatte und die ersten Lacherfolge erzielte. Bei dem Ein-Mann-Stück war er allein auf seine Spielkunst angewiesen, unterstützt von wenigen Toneinspielungen. Von Maria Conlan mehr...


Do., 18.01.2018

Ensemble Artig zeigt im Pumpenhaus „Fatum“ Lebenslange Schicksalsfragen

Gespiegeltes Ich: Das Ensemble Artig beschäftigt sich in „Fatum“ mit Schicksal und Plänen im Wandel der Zeit.

Münster - „Die Welt ist ein Konzept von Möglichkeiten aus Kausalität und Zufall.“ Diese Formel steht am Anfang und am Ende von „Fatum“, der neuen Produktion des Ensembles Artig. Dazwischen gibt es 60 Jahre Leben in unterschiedlichen Entwürfen und Ausformungen. Manches davon ist gewollt, anderes hat sich einfach so ergeben. War es das Schicksal, das hier seine Finger im Spiel hatte, oder nur der Zufall? Von Helmut Jasny mehr...


Do., 18.01.2018

Kunsthalle zeigt „A Minute Ago“ von Rachel Rose Gefühle der Angst und Ohnmacht

Geisterhaft unscharf erläutert Philip Johnson sein legendäres Glashaus. Rachel Roses „A Minute Ago“ zeigt, das nichts vor Zerstörung sicher sein kann.

Münster - „A Minute Ago“ beginnt mit „So wonderful“ und „Wow!“. „Aua“ wäre der passende Ausdruck. Denn urplötzlich schießen eisige Kugeln auf den Strand mit seinen unbekleideten Gästen. Das Wasser schäumt vor Einschlägen. Schnitt: Ein Mann wandelt total unscharf, quasi nur ein geisterhafter Schatten seiner selbst, in einem Haus aus Glas. Von -kok- mehr...


Do., 18.01.2018

Münsterische Band „God Hates Green“ Gott und die Farbe Grün

Die münsterische Band „God Hates Green“ besteht aus (v.l.) Carsten Nas (Gitarre), Günter Mond (Bass und Gesang) und Christian Michel (Schlagzeug).

Münster - Nach ihrem Bandnamen werden die drei Musiker oft gefragt. Laut Sänger Günter Mond hat das aber auch einen Vorteil: „Jeder kann sich den Namen merken.“ Und er verrät auch, was es mit „God Hates Green“ auf sich hat. Von Anna Spliethoff mehr...


Di., 16.01.2018

Miriam zeigt in der Bezirksregierung Linolschnitte und großformatige Malerei Das Leben ist ein bunter Zirkus

Musik der Manege heißt die Ausstellung der münsterischen Künstlerin Miriam in der Bezirksregierung.

Münster - „So ist das Leben,“ sagt der Clown und malt sich weinend ein Lachen ins Gesicht. Diese Lebensspannung bringt die münsterische Künstlerin Miriam auf die Leinwand. Von Gerhard H. Kock mehr...


Mo., 15.01.2018

Tomasz A. Nowak startete in Bachs Orgelwerk Musikalische und biografische Kontraste

Tomasz A. Nowak begeisterte am Sonntagnachmittag mit dem ersten Konzert seiner aktuellen Reihe „Johann Sebastian Bach – das Orgelwerk“ an der Schuke-Orgel in St. Lamberti.

Münster - „Wo soll ich fliehen hin, / weil ich beschweret bin“ heißt es in der Eingangszeile eines Choraltextes von 1630. Ein Vorschlag aus heutiger Sicht wäre, sich der zeitlosen Musik von Johann Sebastian Bach zuzuwenden! Zum Beispiel in der Lambertikirche. Von Brigitte Heeke mehr...


So., 14.01.2018

Droste-Matinee: Neues Grundlagenwerk erscheint 2018 Vollständigkeit angestrebt

Droste-Matinee: Dr. Jochen Grywatsch und Prof. Dr. Cornelia Blasberg referierten, Pianist Justus Gericks (r.) lieferte den konzertanten Teil.

Münster - Ein bisschen wehten die Skulptur-Projekte des vergangenen Sommers noch in den Erbdrostenhof, hin zur Matinee der Droste-Gesellschaft. Prof. Dr. Von Arndt Zinkant mehr...


So., 14.01.2018

Rockoper „Everyman“ in Münster Hier rockt der Jedermann

Der sündige Lebemann „Jedermann“ (Paul Kribbe) will dem Tod (Andy Kuntz, hinten) entfliehen. Doch das wird ihm nicht gelingen. Noch aber hat er die Möglichkeit, sein lasterhaftes Leben zu bereuen und sich zu bekehren.

Münster - „Amen!“ – am Ende kann Jedermann geläutert seine Seele in Gottes Hand geben. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Denn der reiche Jedermann hat alle sieben Todsünden begangen, muss sie bereuen und vor Gott bekennen. Günter Werno, Andy Kuntz und Stephan Lill erzählen davon in ihrer Rock-Oper „Everyman“. Und das ganz und gar nicht mit dürrem, moralinsauer erhobenem Zeigefinger. Von unseremMitarbeiterThomas Hilgemeier mehr...


So., 14.01.2018

Die Cactus-Soap im Pumpenhaus nimmt in der vierten Folge so richtig Fahrt auf Blick in die finstere Vergangenheit

Oswald Perlenbacher (Maximilian Wigger) ist hier von geheimnisvollen Bardamen umgeben.

Münster - Nachdem der dritte Teil der Cactus-Soap mit einer tödlichen Weihnachtsfeier zu Ende ging, bringt der vierte, der am Freitag im Pumpenhaus Premiere hatte, eine neue Dimension ins Spiel. Der Güldenhof enthüllt nämlich seine nationalsozialistische Vergangenheit. Von Helmut Jasny mehr...


So., 14.01.2018

Pianist Geunsu Shim krönt sein Konzertexamen Reife, musikalisches Format und finaler Sturmlauf

Beifall für den Pianisten: Dirigent Fabrizio Ventura applaudiert Geunsu Shim nach seinem Examenskonzert.

Münster - Das Schlachtross, das Geunsu Shim gesattelt hatte, hätte kaum bekannter sein können: Peter Tschaikowskys erstes Klavierkonzert in b-Moll. Mehrfach preisgekrönt ist Shim bereits – am Samstagabend absolvierte er mit einem Orchesterkonzert sein Konzertexamen. Der junge Virtuose aus der Klavierklasse von Prof. Von Arndt Zinkant mehr...


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