So., 01.05.2016

Demonstrationen Polizisten bei Ausschreitungen um NPD-Aufzug verletzt

Polizisten gehen gegen linke Demonstranten vor.

Polizisten gehen gegen linke Demonstranten vor. Foto: Roland Weihrauch

Gegen eine NPD-Kundgebung formieren sich in Bochum zahlreiche Gegendemonstranten - und einige greifen nach Polizeiangaben zu Gewalt. Es gibt Verletzte.

Von dpa

Bochum (dpa) - Bei einer Kundgebung der rechtsextremen NPD in Bochum ist es zu Ausschreitungen gekommen. Gegendemonstranten hätten am Sonntag Polizisten angegriffen, drei Beamte seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Bochumer Polizei am Sonntagabend. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Ein Wasserwerfer war vor Ort, wurde aber zunächst nicht eingesetzt.

Insgesamt schätzte die Polizei die Zahl der Gegendemonstranten auf rund 2400. Problematisch war aus Sicht der Beamten die relativ große Zahl an Gewaltbereiten. Ein Polizeisprecher bezifferte sie mit mehr als 600. Die Beamten waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz und versuchten, die Teilnehmer der NPD-Kundgebung und die Gegendemonstranten auf Abstand zu halten.

Aus den Reihen der Gegendemonstranten seien Steine und Flaschen auf die Einsatzkräfte geworfen worden, erklärte die Polizei. Zudem seien viele sogenannte Rauchtöpfe geworfen. «Das haben wir hier noch nicht in dieser Form gehabt», sagte ein Polizeisprecher. Mindestens eine Beamtin soll beim Einatmen des Rauchs erhebliche Probleme bekommen haben. Es habe mehrere Ingewahrsamnahmen gegeben.

Schon bei der Anreise war die Stimmung angespannt. Die Bundespolizei berichtete, linke Versammlungsteilnehmer hätten versucht, eine Polizeikette am Bochumer Hauptbahnhof zu durchbrechen. Die Beamten setzten Schlagstock und Pfefferspray ein. Es sei zudem zu massiven Behinderungen im Bahnbetrieb gekommen.

Auch in den Seitenstraßen der Bochumer Innenstadt war Gewalt zu beobachten. Eine Gruppe Schwarzgekleideter lief auf eine Polizeiabsperrung zu und warf Steine in Richtung der Beamten.

Der Aufzug der NPD hatte am Nachmittag begonnen. An ihm beteiligten sich nach Zählung der Polizei etwa 180 Menschen. In Bochum hatte zuvor bereits die zentrale Mai-Kundgebung des NRW-DGB stattgefunden, bei der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach.

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