Mo., 02.05.2016

Prozesse Baby auf den Boden geworfen: Vater vor Gericht

Ein Richterhammeraus Holz.

Ein Richterhammeraus Holz. Foto: Friso Gentsch

Essen (dpa/lnw) - Weil er seine eineinhalb Jahre alte Tochter aus dem Kinderwagen genommen und mit voller Wucht auf den Boden geworfen haben soll, steht ein 58 Jahre alter Mann aus Essen seit Montag vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Beim Prozessauftakt am Essener Landgericht bestritt der Mann den Vorwurf. Das kleine Mädchen sei bei einem Gerangel mit seiner Partnerin zu Boden gefallen.

Von dpa

«Wir haben beide an dem Kind gezogen - es ging hin und her», hieß es in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung. Laut Anklage war das Mädchen über zehn Minuten lang bewusstlos. Es erlitt schwere Kopfverletzungen, außerdem war ein Arm gebrochen.

Der Angeklagte hatte bei der Mutter seiner Tochter übernachtet, obwohl die Beziehung offenbar schon fast wieder beendet war. Auch sie war damals verletzt worden. «Ich habe sie geschlagen und getreten», heißt es in der Erklärung des Angeklagten. «Ich war richtig wütend.»

Auslöser der Tat am 13. Januar war offenbar ein Beziehungsstreit. Außerdem gilt der 58-Jährige als psychisch krank. Nach eigenen Angaben leidet er seit 15 Jahren an Depressionen.

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