Di., 03.05.2016

Bekleidung Insolvenzverwalter nimmt Adler-Modemärkte unter die Lupe

Plastiktüten der Textil-Einzelhandelskette Adler Modemärkte.

Plastiktüten der Textil-Einzelhandelskette Adler Modemärkte. Foto: Frank Leonhardt

Haibach (dpa) - Der Insolvenzverwalter des Modekonzerns Steilmann nimmt auf der Suche nach Vermögenswerten auch die Modekette Adler ins Visier. «Die Adler-Aktien sind sicherlich eine der werthaltigsten Beteiligungen von Steilmann», sagte Insolvenzverwalter Frank Kebekus dem «Handelsblatt» (Dienstag). Die Beteiligung, die Steilmann über eine Zwischenholding an Adler halte, hat dem Bericht zufolge einen Börsenwert von rund 47 Millionen Euro und sei damit wesentlich wertvoller als die gesamte Steilmann-Gruppe.

Von dpa

Adler betreibt mit rund 4000 Mitarbeitern mehr als 170 Modemärkte, den Großteil davon in Deutschland. Ende März hatte der Großaktionär Steilmann Insolvenz beantragt. Adler sah aber keine direkten Auswirkungen auf das eigene Unternehmen. «Wir gehen weiter davon aus, dass wir von der Steilmann-Insolvenz in keinem nennenswerten Ausmaß betroffen sind», sagte eine Sprecherin am Dienstag im unterfränkischen Haibach. Man warte das Ergebnis der Prüfung durch den Insolvenzverwalter ab.

Im ersten Quartal war der Umsatz bei Adler um 8,5 Prozent auf 105,3 Millionen Euro zurückgegangen. Das Unternehmen verwies darauf, dass dieser Zeitraum wegen des Abverkaufs der Winterware traditionell das schwächste für Modemärkte sei. Auch ein fehlender Verkaufstag wegen des frühen Ostertermins sowie eine Sortimentumstellung nach Übernahme der ehemaligen Kressner-Modemärkte (jetzt Adler Orange) hätten belastet. Unter dem Strich stand ein Verlust von 15 Millionen Euro, nach minus 13,5 Millionen Euro vor Jahresfrist.

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