Sa., 07.05.2016

Geschichte Ehemaliger NS-Stollen erstmals für Öffentlichkeit zugänglich

Lange hat sich Porta Westfalica mit der NS-Vergangenheit schwergetan. Inzwischen hat sich das geändert und die Stadt stößt mit der Offenlegung ihrer Geschichte auf Resonanz.

Von dpa

Porta Westfalica (dpa/lnw) - Ein ehemaliger Nazi-Stollen an der Porta Westfalica wird am Wochenende erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit 350 Teilnehmern sind die Führungen, die heute beginnen, bereits ausgebucht. Der Stollen wurde noch nie für ein größeres Publikum geöffnet. Die Führungen gehen durch Teile einer etwa 6500 Quadratmeter großen Anlage im Jakobsberg.

Dorthin ließen die Nazis ab 1944 Teile ihrer Rüstungsproduktion verlagern. Unter menschenunwürdigen Bedingungen mussten KZ-Häftlinge die Stollen dafür ausbauen. Mehr als 700 Häftlinge sind dadurch ums Leben gekommen. Erst vor zehn Jahren habe die Stadt mit einer strukturierten Aufarbeitung ihrer Vergangenheit begonnen, erklärt Sprecherin Babette Lissner. Vier Außenlager des Hamburger Konzentrationslager Neuengamme befanden sich in Porta Westfalica.

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