Mo., 09.05.2016

Prozesse Hilfsgelder für kranken Sohn kassiert: Vater verurteilt

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck

Das Amtsgericht in Krefeld hat einen Vater verurteilt, der eine halbe Million Euro für seinen HIV-infizierten Sohn kassiert hatte - ohne dessen Wissen. Vor Gericht nahm der Fall eine überraschende Wende.

Von dpa

Krefeld (dpa/lnw) - Ein Vater aus Grefrath am Niederrhein hat für seinen HIV-infizierten Sohn ohne dessen Wissen insgesamt eine halbe Million Euro Hilfsgelder kassiert. «Ich bin in Tränen ausgebrochen, als ich davon erfahren habe», berichtete der 30-jährige Sohn am Montag als Zeuge vor dem Krefelder Amtsgericht. Der 63-jährige Versicherungsvertreter wurde wegen Betruges und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Vor Gericht kam heraus: Das eigentliche Opfer ist eine Bundesstiftung. Denn dem kranken Sohn hätte offenbar gar kein Geld zugestanden. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und fünf Monate Haft gefordert - ohne Bewährung.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3991099?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947951%2F