Mi., 11.05.2016

Prozesse «Lebenslang» für Mord an Freundin: Brutale Tat

Der Angeklagte Marco F. (l) sitzt im Landgericht neben seinem Anwalt.

Der Angeklagte Marco F. (l) sitzt im Landgericht neben seinem Anwalt. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa/lnw) - Wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin ist ein Mann in Köln zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 37-Jährige der Frau mit einem Hammer gegen den Kopf geschlagen und dann vier Mal mit einem Messer auf sie eingestochen hatte. Danach wickelte er die Leiche in eine Gartenfolie und einen Schlafsack und versteckte sie in der gemeinsamen Wohnung in Bedburg (Rhein-Erft-Kreis). Dort fanden Polizisten sie fast drei Wochen später bei einer Hausdurchsuchung.

Von dpa

Die Frau hatte sich von dem Mann trennen wollen, das war nach Überzeugung des Gerichts der Auslöser für die Bluttat im vergangenen Herbst. Die 37-Jährige hatte ihm ein Ultimatum für den Auszug gestellt und eine Beziehung zu einem anderen Mann angefangen.

Daraufhin habe der mehrfach vorbestrafte Angeklagte sich entschlossen, seine Freundin umzubringen. Er habe die Arglosigkeit des Opfers ausgenutzt, das bei dem Angriff auf dem Sofa gesessen und auf dem Handy getippt hatte. Der Angeklagte, der keinen Beruf und kaum soziale Kontakte hatte, habe «aus Hass, Zorn und Eifersucht» heimtückisch getötet, sagte die Richterin. Die Beziehung zu der 37-Jährigen sei sein gesamter Lebensinhalt gewesen.

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