Mo., 16.05.2016

Atom Remmel: Gefährdung bei Atomunfällen hat viele Unbekannte

Das Atomkraftwerk Tihange.

Das Atomkraftwerk Tihange. Foto: Oliver Berg

Aachen (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen kann sich nicht auf den einen konkreten atomaren Störfall vorbereiten. Das sagte der NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur: «Die Gefährdung bei Atomunfällen hängt von vielen Unbekannten ab: Was ist es für eine Störfallart, wie ist die Windrichtung und wie ist das Wetter zu dem Zeitpunkt», sagte Remmel vor dem Hintergrund der umstrittenen belgischen Kernkraftwerke Doel 3 und Tihange 3.

Von dpa

Wenn durch die Wetterlage ein größerer Teil Nordrhein-Westfalens betroffen wäre als das Gebiet in dem 100-Kilometer-Radius, dann müsste der Krisenstab flexibel darauf reagieren. Krisenstäbe der Kommunen würden sich mit dem Krisenstab des Landes abstimmen.

«Es wäre das Beste für uns alle, wenn wir uns auf diese Art der Gefährdung nicht vorbereiten müssten», sagt Remmel. Bemängelt werde von Fachleuten der Risikozuschlag für einen Störfall. Mehrfach hatte Remmel Tihange 2 und Doel 3 als «Bröckelreaktoren» bezeichnet und ein sofortiges Abschalten gefordert.

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