Fr., 20.05.2016

Prozesse Anklage fordert sechs Jahre Haft für Ex-Wachmann

Die Namensschilder liegen im Verhandlungssaal in Detmold.

Die Namensschilder liegen im Verhandlungssaal in Detmold. Foto: Bernd Thissen

Detmold (dpa/lnw) - Die Staatsanwaltschaft hat im Detmolder Auschwitz-Prozess eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren für den angeklagten ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning gefordert. Der 94-Jährige habe sich der Beihilfe zum Mord an mindestens 100 000 Häftlingen schuldig gemacht, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Brendel am Freitag.

Von dpa

Überraschend war in dem Prozess am Detmolder Landgericht mit dem ersten Plädoyer begonnen worden. In der kommenden Woche sollen die Plädoyers der Nebenkläger beginnen. Abschließend ist die Verteidigung an der Reihe.

«Der Angeklagte hat am Vernichtungszweck des Lagers mitgewirkt», sagte Brendel. In Auschwitz habe es Massenerschießungen, Hungertod und die massenhafte Vergasung von Häftlingen gegeben. Insgesamt waren im Vernichtungslager der Nationalsozialisten 1,1 Millionen Menschen umgebracht worden.

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