Fr., 20.05.2016

Unfälle Verkehrspsychologin zu illegalen Rennen

Ein illegales Autorennen in Hagen.

Ein illegales Autorennen in Hagen. Foto: Marcel Kusch

Köln/Hagen (dpa) - Fahrern bei illegalen Autorennen geht einer Kölner Verkehrspsychologin zufolge häufig darum, mangelndes Selbstvertrauen auszugleichen. «Es geht darum zu zeigen, dass man der Tollere, der Stärkere, der Bessere ist», sagte Daniela Rechberger der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. In Hagen waren am Donnerstagabend bei einem illegalen Rennen fünf Menschen schwer verletzt worden, darunter zwei Kinder.

Von dpa

Bei den Fahrern solcher Autorennen handele es sich mehrheitlich um Männer zwischen 18 und 27 Jahren, meint Rechberger. «Es kommt aber auch immer mal wieder vor, dass sich ältere Männer Rennen liefern.» So auch in Hagen. Dort waren die Beteiligten 33 und 46 Jahre alt.

Obwohl die Fahrer illegaler Rennen mit viel zu hohem Tempo durch die Städte rasen, hätten sie das Gefühl, alles unter Kontrolle haben, sagte die Verkehrspsychologin. «Das Risiko wird völlig ausgeblendet.» Beeindrucken ließen sich die Männer nur durch Blitzer und Polizeikontrollen. «Nur wenn sie das Risiko, erwischt zu werden, als halbwegs hoch einschätzen, können sie davon abgehalten werden, Rennen zu fahren.»

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