Mo., 23.05.2016

Soziales E-Mails gegen Selbsttötung: Projekt zieht positive Bilanz

Soziales : E-Mails gegen Selbsttötung: Projekt zieht positive Bilanz

Foto: Jan-Philipp Strobel

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Ehrenamtliche junge Menschen helfen suizidgefährdeten Altersgenossen per Mail aus der Krise: Die E-Mail-Beratungsstelle «U25» in Gelsenkirchen hat nach drei Jahren eine positive Bilanz gezogen. «Wir sind sehr zufrieden», sagte Projektleitern Vivien Lowin von der Caritas Gelsenkirchen am Montag. Bisher seien etwa 3500 anonyme Mails von rund 900 Hilfesuchenden eingangen. Derzeit kümmerten sich 27 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren um die E-Mails. Sie waren in einem Zehn-Wochen-Kurs zu sogenannten Peerberatern ausgebildet worden.

Von dpa

Der Kontakt zu den Hilfesuchenden sei unterschiedlich intensiv, sagte Lowin. «Es gibt Leute, die schreiben uns einmal 16 Seiten und dann nicht mehr. Andere Klienten haben wir seit dem ersten Tag.» Die Ehrenamtlichen hätten einen Aufwand von drei bis fünf Stunden die Woche. Eine Aufwandsentschädigung gebe es für sie nicht. Unter ihnen seien Schüler und Studenten, aber auch Berufstätige. Ihre Motivation sei, «dass sie etwas zurückgeben wollen, weil es ihnen gut geht». Einige hätten selbst Krisen erlebt, andere nicht. Alle zwei Wochen gebe es eine Supervision.

In Deutschland gibt es noch weitere sieben Standorte des Projekts, unter anderem in Berlin und Hamburg. In Nordrhein-Westfalen gibt es weitere Projektgruppen in Paderborn und Dortmund.

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