Mi., 25.05.2016

Prozesse Säugling gequält und ermordet: lebenslange Haft gefordert

Die Angeklagten Pascale W. (l) und Melanie W. (r) im Gerichtssaal.

Die Angeklagten Pascale W. (l) und Melanie W. (r) im Gerichtssaal. Foto: Maja Hitij

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Im Prozess um den grausamen Tod eines 19 Tage alten Säuglings in Mönchengladbach hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Vater gefordert. Sie warf dem 26-Jährigen am Mittwoch vor, den kleinen Jungen aus Frust und Eifersucht gequält und schließlich ermordet zu haben. Außerdem beantragte sie unter anderem wegen der extremen Grausamkeit die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dann könnte der Mann nicht nach 15 Jahren einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen.

Von dpa

Für die 25-jährige Mutter forderte die Anklage sieben Jahre und sechs Monate Haft wegen Totschlags durch Unterlassen. Sie hätte den Tod des kleinen Leo leicht verhindern können, sagte Staatsanwältin Jane Wolf in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Mönchengladbach. Die 25-Jährige habe in der Nacht über Stunden die Schreie ihres Kindes gehört und nicht reagiert.

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