Sa., 28.05.2016

Tiere Traditionsreicher Wildpferdefang lockt Tausende ins Münsterland

Die einjährigen Hengste werden aus der Herde gefangen.

Die einjährigen Hengste werden aus der Herde gefangen. Foto: Henning Kaiser

Ein Hauch von Wildwest: Mehr als 15 000 Menschen sind ins Münsterland gekommen, um den traditionellen Wildpferdefang zu verfolgen. Bei dem Spektakel wurden in diesem Jahr besonders viele Junghengste eingefangen.

Von dpa

Dülmen (dpa/lnw) - Der traditionelle Wildpferdefang hat am Samstag mehr als 15 000 Menschen in den Merfelder Bruch bei Dülmen gelockt. Bei Volksfeststimmung wurden rund 250 Tiere in die Arena getrieben, um die einjährigen Hengste einzufangen und zu versteigern. Der männliche Nachwuchs wird aus der Gruppe herausgeholt, weil es sonst zu Rangkämpfen mit älteren Tieren kommen würde. Mit mehr als 40 Hengsten waren in diesem Jahr besonders viele Jungtiere auszusortieren, sagte die zuständige Försterin. 

Die wild lebenden Ponys im Merfelder Bruch gehören dem Herzog von Croÿ. Mit den Einnahmen aus der Versteigerung finanziert er den Erhalt der 400 Tiere umfassenden Herde.

Gegen das Spektakel gibt es seit langem Proteste von Tierschützern. Seit einigen Jahren sind die Fangmethoden daher angepasst worden: Die Fänger werden von einer Tierärztin geschult, bevor sie die Arena betreten. Außerdem sollen sie die Tiere nicht unnötig brutal anfassen. Auch auf ein Brandzeichen wird inzwischen verzichtet. 

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