Mo., 30.05.2016

Kriminalität Münsteraner nach Sprengstoffanschlag auf Sikh-Tempel in Haft

Essen/Münster (dpa/lnw) - Nach dem Sprengstoffanschlag auf einen Sikh-Tempel im April in Essen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 20-jährigen aus Münster. Er stehe im Verdacht, an der Vorbereitung der Tat beteiligt gewesen zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Montag mit. Festgenommen wurde er aber bereits am 27. März - also noch vor dem Anschlag - in der Nähe von Hildesheim. Seine Mutter hatte die Polizei eingeschaltet. Sie hatte befürchtet, dass ihr Sohn nach Syrien ausreist, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Deshalb hatte ein Richter einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Von dpa

Den anschließenden Ermittlungen zufolge soll der 20-Jährige Anfang des Jahres auch schon bei Probe-Explosionen auf einem verlassenen Zechengelände bei Gelsenkirchen dabei gewesen sein. Ein Teil der Gruppe aus jungen Salafisten steht in Verdacht, an dem Anschlag in Essen beteiligt gewesen zu sein. Der Münsteraner streitet die Vorwürfe ab. Trotzdem sei der Haftbefehl inzwischen um den Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erweitert worden.

Bei dem Anschlag war im Eingangsbereich des Essener Zentrums der Religionsgemeinschaft Sikh ein Sprengsatz detoniert. Drei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Die Wucht der Explosion beschädigte das Gebäude stark, mehrere Fenster gingen zu Bruch.

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