Do., 15.12.2016

Naturschutz Landtag muss sich erneut mit Jagdgesetz befassen

Der Präsident des Jagdverbandes in NRW, Ralph Müller-Schallenberg.

Der Präsident des Jagdverbandes in NRW, Ralph Müller-Schallenberg. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Düsseldorfer Landtag muss sich erneut mit dem Landesjagdgesetz befassen. Wie aus einer Landtagsdrucksache hervorgeht, hat eine Volksinitiative der Jägerschaft Erfolg. Rund 117 000 von 126 000 eingereichten Unterschriften seien gültig. 66 322 Unterschriften waren notwendig, heißt es in der Drucksache der Landtagspräsidentin.

Von dpa

Die Jäger äußerten sich zufrieden. «Das Gesetzgebungsverfahren 2015 war nicht sachorientiert, da das Verhalten der Regierungsfraktionen ausschließlich symbol- und machtpolitisch geprägt war», sagte NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg am Donnerstag. Keine einzige Neuregelung sei im Parlament sachlich erörtert worden, nicht einmal im zuständigen Fachausschuss. «Wir Jäger erwarten, dass der Landtag nun endlich vernünftige und praxisorientierte Regelungen für die Jagd trifft.»

Aus Sicht des Jagdverbandes erschwert das Gesetz die Jagd auf Beutegreifer wie Fuchs, Steinmarder oder Waschbär deutlich. Das sei schlecht für den Schutz von Bodenbrütern. Auch müsse es angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten geben. Mit dem Verbot bleihaltiger Munition überschreite das Land seine Gesetzgebungskompetenz.

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