Verbraucher
Abmahnungen für versteckte Strompreis-Erhöhungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Verbraucherschützer gehen gegen versteckte Preiserhöhungen von Strom- und Gasanbietern vor. Drei Unternehmen habe man abgemahnt, sagte der Chef der Verbraucherzentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, am Mittwoch in Düsseldorf.

Mittwoch, 16.05.2018, 13:12 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 16.05.2018, 13:03 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 16.05.2018, 13:12 Uhr
Wolfgang Schuldzinski während einer Pressekonferenz.
Wolfgang Schuldzinski während einer Pressekonferenz. Foto: Henning Schoon

In den kritisierten Schreiben werde der eigentliche Zweck, die Information über Preiserhöhungen, so geschickt versteckt, dass sie von vielen Kunden als Werbeschreiben wahrgenommen würden und ungelesen blieben. Auf diese Weise werde verhindert, dass die Kunden rechtzeitig von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machten.

Da sei im Betreff blumig von Energiemarktentwicklungen und Serviceinformationen die Rede. Oder es heiße: «Servicestark und zukunftssicher - Vertragsinformationen». Tatsächlich seien die Schreiben «Trojaner», die es in sich hätten: Möglichst beiläufig werde die Preiserhöhung erwähnt.

In einem Fall sei die Erhöhung sogar im mehrseitigen Kleingedruckten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt worden. So würden viele Verbraucher erst mit der nächsten Rechnung von der Strompreiserhöhung erfahren. Wenn die nun abgemahnten Anbieter uneinsichtig blieben, werde man sie verklagen.

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