Mi., 16.05.2018

Justiz Gefährlicher Schulweg? Gemeinde muss kein Busticket bezahlen

Zwei Schulkinder üben das Verhalten auf dem Schulweg und das richtige Überqueren einer Straße.

Zwei Schulkinder üben das Verhalten auf dem Schulweg und das richtige Überqueren einer Straße. Foto: Patrick Pleul

Münster/Wegberg (dpa/lnw) - Der Schulweg ist teilweise schlecht beleuchtet und die Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tochter - trotzdem muss die Gemeinde Wegberg bei Mönchengladbach einer Schülerin kein Busticket zahlen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Münster am Mittwoch. Zwar äußerten die Richter Verständnis für die subjektiv empfundene Sorge der Eltern um ihre Tochter. Jedoch sahen sie die Schwelle der besonderen Gefährlichkeit in diesem Fall nicht erreicht. So könnten sich Kinder bei einem dunklen Schulweg mit einer Taschenlampe behelfen.

Von dpa

Laut Gesetz müssen Kommunen die Wegekosten zur Schule nur für längere Strecken ersetzen. Eine Ausnahme: ist der Schulweg besonders gefährlich, können die Kosten auch bei kürzeren Strecken von unter zwei Kilometern übernommen werden. In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Aachen der Familie noch Recht gegeben.

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