Mi., 19.03.2014

Bildung Umsetzung von Inklusion laut Studie hinter Erwartungen zurück

Das Wort «Inklusion» auf einer Tafel. Foto: Jonas Güttler/Archiv

Das Wort «Inklusion» auf einer Tafel. Foto: Jonas Güttler/Archiv Foto: dpa

Bonn (dpa/lnw) - Die Umsetzung der Inklusion in Deutschland bleibt auch fünf Jahre nach Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hinter den Erwartungen zurück. Es bedürfe noch erheblicher Anstrengungen, bis das deutsche Schulrecht die Vorgaben hinreichend oder gar vollständig erfülle, heißt es in einer Studie der Monitoring-Stelle zur UN-Menschenrechtskonvention, die am Mittwoch zum Auftakt eines zweitägigen Unesco-Gipfels in Bonn vorgestellt wurde. Beim Thema Inklusion geht es um gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung.

Von dpa

Laut der Studie ist in keinem der 16 Bundesländer ein abschließend entwickelter rechtlicher Rahmen erkennbar, der den Aufbau und den Unterhalt eines inklusiven Bildungssystems hinreichend gewährleisten könnte. Lediglich die vier Bundesländer Bremen , Hamburg , Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hätten inzwischen die Weichen auf rechtlicher Ebene gestellt, sagte Institutsleiter Valentin Aichele . In anderen Ländern wie etwa Baden-Württemberg, Berlin, Schleswig-Holstein und Thüringen seien Gesetze in Arbeit oder aber für die nähere Zukunft angekündigt.

Jetzt seien die Landesregierungen und die Landesparlamente gefordert, meinte Aichele. Ohne klare rechtliche Vorgabe könne es keine tatsächliche Umgestaltung der Schule im Sinne der Konvention und damit zur Veränderung hin zu einer inklusiven Gesellschaft geben.

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