Mi., 20.01.2016

Spielschar Darfeld spinnt die Geschichte in „Miss Sophies Ärfschaft“ weiter / Premiere am 20. Februar „Dinner for one“ und die Folgen

Spielschar Darfeld spinnt die Geschichte in „Miss Sophies Ärfschaft“ weiter / Premiere am 20. Februar : „Dinner for one“ und die Folgen

Proben bereits für „Miss Sophies Ärfschaft“: (oben von links) Rainer Herich, Karin Monse, Marcel Entrup, Barbara Wellner, Marita Kortüm; unten von links: Franz Potthoff, Julia Mühlenkamp, Spielleiter Heinz Schwering, Lukas Ochtrup. Foto: az

Darfeld. Was passiert eigentlich nach dem legendären „Dinner for one“? Okay, jetzt nicht konkret, wenn Miss Sophie und ihr Butler James für „dieselbe Prozedur wie in jedem Jahr“ gen Schlafzimmer entschwinden . . . „Unsere Geschichte spielt vier Jahre später“, verrät Heinz Schwering, Leiter der Spielschar Darfeld. Mit seinen Akteuren präsentiert er in „Miss Sophies Ärfschaft“ von Andreas Wening, wie nach dem Ableben der betagten Dame um den Nachlass gestritten wird – zu sehen ab dem 20. Februar auf der Bühne im Bahnhof Darfeld und garniert mit bitterbösem Humor.

Von Frank Wittenberg

Mit diesem Stück betritt die Spielschar Darfeld einmal mehr ein außergewöhnliches Terrain. „Ich bin sofort über Miss Sophie gestolpert“, erzählt Heinz Schwering über die Suche nach einem Buch für die Saison 2016, die schnell erledigt war. „Jeder kennt diesen Sketch von Freddi Frinton.“ Die Geschichte vom 90. Geburtstag, bei dem Butler James die verstorbenen Gäste Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom im Alleingang ersetzt, ist seit 1972 zu Silvester im TV zu sehen. „Wir spinnen diese Story weiter“, freut sich Schwering auf ein reizvolles Experiment.

Vor den Proben, die wegen des früheren Premierentermins bereits im Dezember angelaufen sind, war aber harte Arbeit angesagt. Denn die Vorlage von Andreas Wening gab es nur in norddeutschem Platt und einer hochdeutschen Version. „Aus diesen beiden Büchern habe ich die Geschichte ins westfälische Platt übertragen“, erklärt der Spielleiter. Zwei Rollen seien dabei im Hochdeutschen geblieben, weil das besser gepasst habe. „Beim Umschreiben hatte ich schon vor Augen, wer welche Rolle spielt“, so Schwering. „Das hat mir sehr geholfen.“

So dürfen sich die Zuschauer zunächst auf die einstige Operetten-Diva Ludmilla Stroganoff (Marita Kortüm) freuen, die mit ihrer Assistentin Gundula von Knorpsheim (Barbara Wellner) zum Gut Kübelstein ihres Vaters Admiral Schneider reist, um als Stieftochter der gerade verstorbenen Miss Sophie die Erbschaft anzutreten. Vor Ort muss sie allerdings feststellen, dass Nachlassverwalter Dr. Ross (Franz Potthoff) noch weitere im Testament bedachte Personen geladen hat: Richard (Rainer Herich), der undurchsichtige Sohn von Mister Pommeroy, die raffigierige Gilla (Julia Mühlenkamp) als Pflegerin von Mister Winterbottom und der schrille Modemacher Siegfried Roy Toby (Marcel Entrup). Und dann sind da noch Butler Paul (Lukas Ochtrup) und Köchin Marlies (Karin Monse), die ihre eigene Sicht der Dinge haben. Und natürlich dürfen auch die legendäre Miss Sophie (Annette Robert) und ihr Butler James (Jans Mesenbrock) nicht fehlen . . .

Unterstützt werden die Akteure auch diesmal von Marlies Holste (Souffleuse), Kirstin Hullermann (Maske) sowie dem Team Bernd Feldmann (Bühnenbau) und Margret Scheipers (Kostüme), die für ein großartiges Ambiente sorgen werden. 7 Der Vorverkauf für alle Aufführungen beginnt am Montag (8. 2.) in der Volksbank in Darfeld.

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