Do., 21.01.2016

Feuerwehr bekämpft mit 70 Einsatzkräften Feuer und Rauchentwicklung im Dienstleistungszentrum Alle Menschen rechtzeitig gerettet

Feuerwehr bekämpft mit 70 Einsatzkräften Feuer und Rauchentwicklung im Dienstleistungszentrum : Alle Menschen rechtzeitig gerettet

Mit der Drehleiter aus Coesfeld nahmen die Wehrmänner einen Löschangriff von oben vor. Die starke Rauchentwicklung hat das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Fotos: fw Foto: az

Osterwick. Die wichtigste Nachricht hielt Einsatzleiter Berthold Becker bereit: „Alle Personen, die sich im Gebäude befanden, konnten rechtzeitig evakuiert werden.“ Schnell waren die ersten Wehrmänner und die First Responder des DRK am Donnerstagmorgen vor Ort, als sie gegen 8.30 Uhr zum Dienstleistungszentrum gerufen wurden. Nicht verhindern konnten die Kameraden allerdings, dass die Wohnung, in der das Feuer aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen ist, komplett ausbrannte. „Auch die anderen Wohnungen und die darunter liegenden Ladenlokale sind durch die starke Rauchentwicklung und das Löschwasser stark beschädigt worden“, erklärte der stellvertretende Wehrführer.

Von Frank Wittenberg

Zunächst schlugen Flammen aus der Wohnung in der ersten Etage, dann stieg weithin sichtbar starker Rauch auf. „Diese extreme Verqualmung kommt häufig bei solchen Bränden vor, weil in Häusern heutzutage viel Kunststoff verbaut ist“, erläuterte Berthold Becker. Mehrere Trupps mussten deshalb unter schwerem Atemschutz in das Gebäude an der Hauptstraße eindringen, um die Brandnester zu bekämpfen.

Insgesamt waren über 70 Wehrmänner im Einsatz. „Bei dieser Situation mit Menschenleben in Gefahr wird tagsüber grundsätzlich die gesamte Freiwillige Feuerwehr Rosendahl alarmiert und zusätzlich noch die Kameraden aus Billerbeck“, erklärte Kreisbrandmeister Christoph Nolte, der ebenso wie sein Stellvertreter Matthias Heuermann schnell vor Ort war. Während die Löschzüge Osterwick und Holtwick von der Vorderseite die Flammen bekämpften, besetzten die Wehrmänner aus Darfeld einen dritten Abschnitt auf der Hinterseite des Gebäudes. Die Billerbecker hielten sich für weitere Einsätze unter schwerem Atemschutz bereit. „Nach 20 Minuten müssen wir die Kameraden tauschen, länger dürfen sie nicht unter Atemschutz arbeiten“, so Becker. Über die Drehleiter aus Coesfeld wurde zudem ein Löschangriff von oben vorgenommen.

Glück im Unglück: Alle 19 in diesem Gebäude gemeldeten Personen konnten schnell ausfindig gemacht werden und das Haus selbst verlassen. „Eine Person wurden wegen einer leichten Rauchverletzung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht“, berichtete der Einsatzleiter. Mit Unterstützung der First Responder des Rosendahler DRK, deren schnelles und umsichtiges Eingreifen der Kreisbrandmeister ausdrücklich lobte, wurden auch die anderen Wohnungen inklusive der Zahnarztpraxis sowie die Ladenlokale im Erdgeschoss umgehend geräumt. Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Hauptstraße zwischen Sparkasse und Midlicher Straße gesperrt werden.

Bis in die Mittagsstunden waren die Wehrmänner noch vor Ort gebunden. „Wir haben noch nach weiteren Glutnestern gesucht und dafür auch Teile des Daches geöffnet“, erläuterte Berthold Becker, der gegen 13.30 Uhr mit den letzten Kameraden abrückte. Die Brandstelle wurde zu weiteren Ermittlung der Kriminalpolizei übergeben. Auch wenn das Feuer in einer Wohnung ausgebrochen sei, in der die Gemeinde Rosendahl syrische Flüchtlinge untergebracht habe, gebe es nach ersten Untersuchungen keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund, stellte Polizeisprecher Martin Pollmann fest: „Am Freitag werden wir weitere Untersuchungen mit einem Brandsachverständigen durchführen.“

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