Di., 03.05.2016

Mehr als 200 Interessenten nehmen an Info-Veranstaltung teil / Nachfrage-Bündelung bis 27. Juni Interesse an Glasfaser riesengroß

Mehr als 200 Interessenten nehmen an Info-Veranstaltung teil / Nachfrage-Bündelung bis 27. Juni : Interesse an Glasfaser riesengroß

Auch Bürgermeister Christoph Gottheil (l.) appelliert an die Osterwicker, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden. Mit im Bild: Herbert Kortüm (Wirtschaftsförderer der Gemeinde Rosendahl) und René Fuchs (r., Projektleiter der Deutschen Glasfaser). Foto: az

Osterwick. „Das hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen“, zeigt sich René Fuchs, Projektleiter der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser mit Sitz in Borken, begeistert. Mehr als 200 Teilnehmer zählt er in der Info-Veranstaltung in der Gaststätte „Haus Grüner“ in Osterwick. Für viele Interessenten gibt es nicht mal mehr einen Sitzplatz.

Von Manuela Reher

Doch alle harren aus, um zu erfahren, wie das Unternehmen das Glasfasernetz in Osterwick einrichten möchte. Bis zum 27. Juni müssen 40 Prozent der 1200 Haushalte von Osterwick einen Glasfaseranschluss beantragt haben. Dann könne das Netz aufgebaut werden, macht der stellvertretende Regionalmanager Lennart Götte deutlich.

Der Rosendahler Bürgermeister Christoph Gottheil, der seit zwei Jahren die Glasfaser in seinem Zuhause in Holtwick nutzt, betont gleich zu Beginn der Veranstaltung: „Es ist gut, dass wir eine Chance von der Deutschen Glasfaser bekommen.“ Jetzt gehe es darum, möglichst viele Privatleute und Gewerbetreibende zu bewegen, diese Chance zu nutzen.

„Wenn uns das gelingt, haben wir einen wichtigen Meilenstein hinter uns gebracht“, unterstreicht der Bürgermeister. Denn es sei wichtig, den Standort zu sichern. Nicht nur Daseinsvorsorge, sondern vor allem auch Dableibens-Vorsorge müsse betrieben werden. Damit greift Gottheil einen Begriff von Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH, auf.

René Fuchs macht deutlich, dass die bestehende Kupfernetze die heutigen Datenvolumen beim Surfen nur schwer bewältigen könnten. Das schnellere und weniger störanfällige Glasfasernetz sei für die wachsenden Bandbreiten-Anforderungen besser geeignet. Auch für Telefonie- und Fernsehdienste sei die Glasfaser die zukunftssichere Lösung.

Peter Kowalski, Projektleiter Netzbau, erläutert, dass in jedes Haus ein eignes Glasfaserkabel verlegt werde. So müsse die Bandbreite auf der letzten Meile nicht geteilt werden, und es würden keinerlei Geschwindigkeitseinbußen entstehen.

Kowalski nimmt den Osterwickern die Sorgen, dass der Garten beim Einbau des Kabels umgepflügt werden müsse. Das Grundstück werde ohne Tiefbau in einem Bohrspülverfahren in 40 bis 60 Zentimetern Tiefe unterquert. Die Maßnahme würde nur einen Tag in Anspruch nehmen.

Der Hausübergabepunkt werde zumeist im Keller angebracht und sei maximal 20 Meter vom Netzabschluss entfernt.

Während der sogenannten Nachfrage-Bündelung – also bis zum 27. Juni – sei der Glasfaseranschluss kostenlos.

Das Borkener Unternehmen Deutsche Glasfaser habe bis jetzt 120 000 Anschlüsse verlegt. Bis 2018 möchte man als Infrastruktur-Lieferant 400 000 Anschlüsse vorweisen.

René Fuchs zeigt sich am Ende der Info-Veranstaltung zuversichtlich, dass das Glasfasernetz in Osterwick eingerichtet werde. „Normalerweise rechnen wir bei einem solchen Treffen mit zehn Prozent der gesamten Anzahl an vorhandenen Haushalten. In Osterwick wären das 120.“ Dass mehr als 200 Interessenten erschienen seien, sei beachtlich. Teilnehmer Hubertus Söller jedenfalls verrät, dass er noch am selben Abend seinen Antrag abgegeben habe.

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