Do., 12.05.2016

EU-Förderung: Begegnungen zwischen Rosendahl und Entrammes haben es ohne drittes Land schwer Kaum noch Chancen auf Zuschüsse

EU-Förderung: Begegnungen zwischen Rosendahl und Entrammes haben es ohne drittes Land schwer : Kaum noch Chancen auf Zuschüsse

Vereint im Sinne der Partnerschaft: Zwischen den Teilnehmern aus Rosendahl und Entrammes gibt es über Jahrzehnte gewachsene Freundschaften. Foto: Frank Wittenberg

Rosendahl. Schlichtweg hervorragend war das Partnerschaftstreffen mit den französischen Freunden aus Entrammes, Parné-sur-Roc und Forcé – und doch schwebte ein dunkles Wölkchen über den Tagen: Die Begegnung 2016 wurde nicht von der EU gefördert, und auch für die nächsten Jahre sieht es nicht gut aus. „Im neuen Förderprogramm der EU wird der Fokus noch mehr auf Netzwerke und die Beteiligung von mehr als zwei Ländern sowie die Integration der Länder Osteuropas gelegt“, weiß Monika Klein, Vorsitzende des Rosendahler Partnerschaftsvereins.

Von Frank Wittenberg

Ursprünglich war geplant, in das Treffen am vergangenen Wochenende eine Delegation aus Lettland einzubinden, nachdem es zuvor schon Teilnehmer aus Polen und Litauen gegeben hatte. Als aber der negative Förderbescheid aus Brüssel eingetroffen sei, habe man sich mit den Litauern darauf geeinigt, diese „Dreier-Begegnung“ zu verschieben. „Es ist ohnehin schwierig mit einem Juniorpartner“, sagt Monika Klein angesichts der über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen zwischen Rosendahl und Entrammes. „Hier spielt sich anders als in anderen Städten die Begegnung nicht auf Funktionärsebene statt, hier wird sie in den Familien gelebt.“

Ein solches Defizit wie aus der jüngsten Begegnung wird nicht jedes Mal zu stemmen sein. Was tun? Vielleicht ein kleineres Programm, in dem weniger organisiert wird? Oder höhere Kosten für die Teilnehmer mit der Gefahr, dass sich nicht mehr so viele Personen beteiligen? Grundsätzlich ein drittes Land aus Osteuropa einbeziehen? „Das müssen wir klären“, zeigt die Vorsitzende die Folgen auf. Aus diesem Grund laufe zurzeit eine anonyme Fragebogenaktion unter den deutschen und französischen Mitgliedern, in der sie sich bis zum 20. Mai äußern können, wie sie sich die künftigen Partnerschaftstreffen vorstellen.

Wenn am ersten Juni-Wochenende das 200-jährige Bestehen des Klosters La Coudre unter Beteiligung einer Rosendahler Delegation in Laval gefeiert wird, soll es vor Ort eine eintägige Komiteesitzung, in der dieses Thema im Mittelpunkt steht. „Dann werden wir gemeinsam die Fragebögen auswerten“, kündigt Monika Klein an. Anschließend müsse überlegt werden, wie die weitere Gestaltung der Partnerschaftsbegegnungen aussehen könne – wobei sie ein „Einschlafen“ der engen Freundschaft aus Kostengründen restlos ausschließt: „Das ist völlig undenkbar!“

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