Mi., 18.05.2016

Quadratmeterpreis für Baugrundstücke soll steigen / CDU schlägt stufenweise Erhöhung vor Erstmals über 100 Euro

Quadratmeterpreis für Baugrundstücke soll steigen / CDU schlägt stufenweise Erhöhung vor : Erstmals über 100 Euro

Im Baugebiet Kortebrey II in Darfeld schießen zurzeit viele Häuser in die Höhe. Hier soll der Quadratmeterpreis bei 99 Euro bleiben, in neuen Baugebieten aber auf 105 Euro steigen. Foto: Frank Wittenberg

Rosendahl. Die Preise für Baugrundstücke werden in Rosendahl erstmals die magische 100-Euro-Marke knacken: 105 Euro sollen potenzielle Häuslebauer künftig für den Quadratmeter berappen. „Damit liegen wir immer noch unter allen anderen Kommunen“, merkte Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) im Haupt- und Finanzausschuss an. „Wir sollten moderat anheben, aber weiterhin die Preiswertesten im Kreis bleiben.“

Von Frank Wittenberg

Unstrittig war im Ausschuss, dass der Quadratmeter in den neuen Baugebieten in Holtwick und Osterwick künftig nicht mehr für 99 Euro an den Mann gebracht werden soll. Nicht einig wurden sich die Politiker allerdings darüber, ob die Erhöhung stufenweise erfolgen soll. So schlug Guido Lembeck für die CDU vor, für das Baugebiet „Nordwestlich der Holtwicker Straße“ den Preis noch bis zum 1. Januar 2017 bei 99 Euro zu belassen und dann auf 105 zu erhöhen. Für den Bereich Ringstraße in Holtwick schlug die CDU eine Erhöhung auf 102 Euro zum 1. Juli 2016 und ebenfalls 105 Euro zum 1. Januar 2017 vor. „Gerade in Osterwick gibt es viele Bauwillige, die schon lange auf ein Grundstück warten“, erläuterte er. Sie sollten weiter mit 99 Euro rechnen können – „und es ist auch ein Vorteil für alle, die sich jetzt schnell entscheiden.“ In Holtwick schon ab Juli drei Euro mehr zu nehmen, hielt er angesichts des Standortvorteils für gerechtfertigt. „Holtwick hat eine gute Anbindung zur Autobahn und verfügt schon über Glasfaser“, so der stellvertretende CDU-Fraktionschef. „Da sollten wir auch mal unterscheiden und nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen.“

Mit der stufenweisen Anhebung konnten sich die anderen Fraktionen nicht anfreunden. Unterschiede zwischen den Ortsteilen angesichts der verschiedenen Infrastruktur zu machen, sei in Ordnung, merkte Klaus-Peter Kreutzfeldt an. „Aber wir sollten keine zeitliche Komponente einführen, sondern grundsätzlich in einem Baugebiet für alle denselben Preis nehmen.“ Von der Idee Franz Schuberts (WIR), eventuelle „Filetstücke“ in den Baugebieten zu einem höheren Preis anzubieten, riet Gemeinde-Wirtschaftsförderer Herbert Kortüm ab: „Ob ein Grundstück außergewöhnlich toll ist, hängt auch immer vom subjektiven Empfinden ab.“

Mit den sechs Stimmen von CDU und Bürgermeister Christoph Gottheil empfahl der Ausschuss, die wie von der CDU vorgeschlagene stufenweise Erhöhung einzuführen. In den bestehenden Baugebieten „Haus Holtwick“ in Holtwick und „Kortebrey II“ in Darfeld sollen die derzeitigen Grundstückspreise von 92 beziehungsweise 99 Euro/Quadratmeter beibehalten werden. Zudem soll der Bürgermeister nach wie vor ermächtigt werden, im Einzelfall den Verkaufspreis bis zu 10 Euro/Quadratmeter zu senken. Endgültig entscheiden über den Preiskatalog muss der Gemeinderat am kommenden Mittwoch (25. 5.).

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4015013?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947623%2F