Mo., 30.05.2016

Lebhafte Diskussion auch über Erschließungskosten / Gemeindeverwaltung soll Entwicklung aufzeigen Grundstückpreise steigen stufenweise

Rosendahl. Die Preise für Wohnbau-Grundstücke in in den Baugebieten Gartenstiege in Holtwick und „Nordwestlich der Holtwicker Straße“ in Osterwick werden stufenweise erhöht. Dafür hat sich der Gemeinderat mit 15 Ja- Stimmen   – bei drei Nein-Stimmen – ausgesprochen. Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2016 kostet der Quadratmeter in der Gartenstiege 102 Euro, ab dem 1. Januar 2017 dann 105 Euro. Der Quadratmeterpreis für die Grundstücke im Gebiet „Nordwestlich der Holtwicker Straße“ steigt im selben Zeitraum von 99 auf 105 Euro.

Von Manuela Reher

Der Rat stimmte für diese beiden Baugebiete getrennt von denen anderen Baugebieten ab und folgte damit einem Antrag von Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD).

In den bestehenden Baugebieten „Haus Holtwick“ in Holtwick und „Kortebrey II“ in Darfeld sollen die derzeitigen Grundstückspreise von 92 beziehungsweise 99 Euro/Quadratmeter beibehalten werden.

Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) hatte sich in der vorangegangenen Beratung dafür ausgesprochen, für alle Grundstücke denselben Kaufpreis von 105 Euro festzulegen – ohne zeitliche Komponente. Unterschiede zwischen den Ortsteilen angesichts der verschiedenen Infrastruktur zu machen, sei aber in Ordnung.

Frederik Deitert (CDU) betonte, dass es wichtig sei, den potenziellen Bauwilligen Preissicherheit zu geben. Tobias Espelkott (WIR) machte deutlich, dass die Entscheidungen des Gemeinderates akzeptiert werden müssten. Er regte an, die Preise in den drei Ortsteilen unterschiedlich zu gestalten.

Viel Raum bei der Diskussion nahm die Frage ein, wie sich der reine Grundstückspreis und die Erschließungskosten besser darstellen lassen könnten. Hartwig Mensing (WIR) appellierte an die Gemeindeverwaltung, die Entwicklung der Erschließungskosten darzustellen. Denn im Quadratmeterpreis der Gemeinde seien stets die Erschließungskosten bereits enthalten. Die Erhöhung der Grundstückspreise hielt er für angebracht, weil damit das neu aufgelegte Programm „Jung kauf Alt“, das mit 20 000 Euro veranschlagt sei, kompensiert werden könne. Danach sollen junge Familien, die sich für den Kauf eines Altbaus in Rosendahl entscheiden, gefördert werden.

Nach Meinung von Hartwig Mensing könnten die Grundstückspreise deutlich nach oben gesetzt werden, weil auch die Erschließungskosten gestiegen seien. Frederik Deitert (CDU) hingegen mahnte, dass die Preise am Markt durchsetzbar sein müssten.

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