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Di., 30.08.2016

Inka Nisinbaum organisiert mit ihrer Freundin eine Kampagne für Organspende / Fotos sammeln Der schönste Tag im Leben

Inka Nisinbaum organisiert mit ihrer Freundin eine Kampagne für Organspende / Fotos sammeln : Der schönste Tag im Leben

Die nächste Generation ist erst durch eine Organspende möglich geworden – Inka Nisinbaum, hier mit ihrem Sohn Noam, möchte mit einer Fotokampagne auf die Bedeutung von Organspenden hinweisen. Foto: az

Rosendahl. Es mag aussehen wie eines von unzähligen Mutter-Kind-Fotos. Für Inka Nisinbaum aber hat es eine ganz besondere Bedeutung. „Dieser Moment war nur möglich, weil ich eine Organspende erhalten habe“, sagt die 37-Jährige. Genau das will sie ins Bewusstsein der Menschen rücken und hat deshalb mit ihrer Freundin Claudia eine Kampagne ins Leben gerufen – sie wollen deutlich machen, welches Geschenk eine Organspende für die Transplantierten ist.

Von Frank Wittenberg

Im Dezember 2002 hat Inka Nisinbaum gleichzeitig eine neue Leber und Lunge erhalten. Für die damals 23-Jährige, deren Lebenserwartung kurz nach der Geburt wegen der Diagnose Mukoviszidose auf gerade einmal vier Jahre beziffert worden war, stellte diese riskante Transplantation die letzte Chance dar – und die hat sie nach vielen Höhen und Tiefen ergriffen, die sie auch in ihrem Buch „Ich bin noch da“ beschrieben hat (wir berichteten). „Mir hat eine Organspende das Leben gerettet und die nächste Generation erst möglich gemacht“, sagt Inka Nisinbaum voller Dankbarkeit und mit Blick auf ihren Sohn Noam, der im Dezember 2013 zur Welt gekommen ist.

So gewinnt ein eigentlich gewöhnliches Foto eine besondere Bedeutung – eben diese Momente möchte die 37-Jährige, deren Eltern seit einigen Jahren in Holtwick leben, sammeln. „Es geht darum, das Thema Organspende in einem positiven Licht darzustellen“, erklärt sie. „Wir sammeln Fotos von Transplantierten, die zeigen, was die Person darauf an Momenten im Leben durch eine Organspende geschenkt bekommen hat.“ Das müsse nicht so etwas Außergewöhnliches sein wie mit Haien tauchen oder den Rekord im Liegestütze brechen. „Es reicht ein Foto, das zeigt, wie ihr zum ersten Mal nach eurer Transplantation im Urlaub seid, wieder mit dem Fahrrad unterwegs seid oder ganz einfach nur im Garten sitzt und das Leben genießt“, erklärt Inka Nisinbaum, die mittlerweile als Diplom-Psychologin in den USA lebt, im September aber wieder zu Besuch in Deutschland und in Holtwick weilen wird.

Seit einigen Wochen sammeln Inka Nisinbaum und ihren Freundin Claudi, die zwei neue Lungen erhalten hat, nun die Bilder unter dem Motto „Kampagne für Organspende“. Zahlreiche Beispiele sind auf der Homepage schon zu sehen – und es sollen noch mehr werden. Jedes neue Foto mache deutlich, was für eine schwere Zeit alle Empfänger durchschritten haben und wie viele Menschen sie aufgrund ihrer Spender auch heute noch in den Arm nehmen, mit ihnen lachen oder trösten können. „Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“, gibt Inka Nisinbaum ein geflügeltes Wort weiter – „wer weiß, wen wir einmal retten werden, weil wir gerettet wurden?“ | www.kampagne-fuer- organspende.com | www.inkanisinbaum.com | Buch „Ich bin noch da“, C. M. Brendle Verlag

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