Mi., 19.04.2017

Neu gestaltete Teichanlage und Pavillon sollen Grünanlage am Altenheim in Osterwick attraktiver machen Sinnesgarten bald mit mehr Charme

Neu gestaltete Teichanlage und Pavillon sollen Grünanlage am Altenheim in Osterwick attraktiver machen : Sinnesgarten bald mit mehr Charme

Der Neugestaltung des Sinnesgartens am Altenheim in Osterwick fiebern entgegen: Maria Richter (zweite Vorsitzende) und Thomas Süthold (r., erster Vorsitzender) vom Förderverein „Lebenswertes Leben – würdevolles Alter e.V“ sowie die Bewohner Hildegard Boll sowie Ewald Heitz. Foto: Manuela Reher

osterwick. Alle Sinne der Heimbewohner ansprechen soll der tausend Quadratmeter große Garten am Altenheim an der Schöppinger Straße in Osterwick.

Von Manuela Reher

Damit das auch in Zukunft so bleibt und noch mehr Bewohner und auch weitere Interessenten in die Grünanlage gelockt werden, bedürfe es dringend einer Umgestaltung, wie Thomas Süthold, erster Vorsitzender des Fördervereins „Lebenswertes Leben – würdevolles Alter e.V“, mitteilt.

So musste der Vorstand im Kuratorium der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Denn auch dort habe man gleich erkannt, dass im Sinnesgarten Handlungsbedarf bestehe, so Thomas Süthold.

Mitte Mai rücken dort die Landschaftsgärtner des Unternehmens 3P und die Zimmerei Roßmöller & Steinhoff aus Legden an. Der Teich soll neu gestaltet werden. Außerdem wird ein neuer 28 Quadratmeter großer Pavillon errichtet.

„Das Gewässer im Sinnesgarten hat zurzeit den zweifelhaften Charme eines Klärbeckens“, schmunzelt Thomas Süthold. Der runde Teich ist durch Betonsteine eingefasst. Darüber führt ein gepflasterter Weg, der von einem Metallgeländer begrenzt wird. Rund um den Teich ist vor längerer Zeit ein Holzzaun errichtet worden. „Das ist wichtig, weil das Wasser unsere Bewohner magisch anzieht und es ansonsten zu gefährlichen Situationen kommen könnte“, berichtet Maria Richter, die zweite Vorsitzende des Fördervereins.

Die Betonumrandung des Teichs wird durch Natursteine ersetzt. Dazwischen ist Platz für verschiedene Pflanzen. Ein neues Filtersystem macht es möglich, dass das Gewässer wieder klar wird, so dass die Bewohner dort die Goldfische schwimmen sehen können. Eine Einzäunung des 80 Zentimeter tiefen Teichs soll vor Unfällen schützen. Das Plätschern des Wasserzulaufs, der wie ein kleiner Wasserfall wirkt, soll zum Ohrenschmaus für die Gartenbesucher werden.

Ganz neu im Sinnesgarten ist der neue Pavillon mit einer Länge von sieben Metern und einer Breite von vier Metern. Das Gebäude wird aus Eschenholz gefertigt und bekommt rote Dachpfannen. Da der Pavillon zu einer Seite geschlossen ist, ist er windgeschützt. Aufgrund seiner Größe bietet er viel Platz für Rollstuhlfahrer und Bewohner sowie Besucher, die mit einem Rollator unterwegs sind. Der Pavillon erhält einen Fußboden aus Altstadtpflaster. „Auch das ist wichtig für die Biografie unserer Bewohner“, erläutert Thomas Süthold. Durch die Baumaterialien könnten die Bewohner an ihre früher gewohnte Umgebung anknüpfen.

Maria Richter schwärmt schon jetzt: „Vom Pavillon aus haben alle einen herrlichen Blick auf den Teich.“ Das Gebäude, für das ein altes Gewächshaus und eine Pergola weichen müssen, erhöhe die Aufenthaltsqualität im Sinnesgarten sehr.

Ende Juni soll der neu gestaltete Sinnesgarten bereits wieder komplett nutzbar sein. Der Förderverein übergibt das Projekt dann am 3. September im Rahmen seines Grillfestes offiziell der Stiftung. Der Förderverein und die Stiftung teilen sich die Kosten von insgesamt 26 000 Euro je zur Hälfte.

Der Sinnesgarten am Altenheim ist vor zwölf Jahren mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege angelegt worden.

7 Der Förderverein „Lebenswertes Leben – würdevolles Alter e.V“ stellt seine Arbeit am Sonntag (23. 4.) im Rahmen des Frühlingsmarktes in Osterwick vor. Der Verein ist von 11 bis 18 Uhr mit einem Stand auf der Hauptstraße vertreten. Über eine zweckgebundene Spende für die Umgestaltung des Sinnesgartens würde sich der Verein sehr freuen. Der Verein unterstützt nicht nur solche großen Projekte, sondern leistet auch Einzelfallhilfe für Bewohner des Altenheims, so Thomas Süthold.

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