Mi., 13.09.2017

KBW-Informationsabend mit Prof. Dr. Dorothea Sattler stellt Fortschritte in der Ökumene heraus Lutherjahr forciert Wahrnehmung

KBW-Informationsabend mit Prof. Dr. Dorothea Sattler stellt Fortschritte in der Ökumene heraus: Lutherjahr forciert Wahrnehmung

Informierten über Luther und die Fortschritte in der ökumenischen Arbeit: (von links) Pfarrer Thomas Ring, Prof. Dr. Dorothea Sattler und Pfarrer em. Otto Banse. Foto: Martina Hegemann

Darfeld (heg). Unter dem Motto „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“ beschäftigte sich das Katholische Bildungswerk Rosendahl an einem Informations- und Gesprächsabend mit Martin Luther und die Reformation. Gut 20 Teilnehmer folgten den Ausführungen von Prof. Dr. Dorothea Sattler und Pfarrer Thomas Ring von der evangelischen Kirchengemeinde Billerbeck, der auch die evangelischen Darfelder angehören.

Von Allgemeine Zeitung

In ihren einführenden Worten stellte Christa Haßler (KBW) die Frage, ob auch die römisch-katholischen Christen die Reformation feiern sollten. Als Antwort gab sie an: „Da Luther das Ziel verfolgte, die Kirche zu verbessern, gibt es auch für uns Grund genug, gemeinsam zu feiern.“ In ihren Ausführungen stellte auch Prof. Dr. Sattler fest: „Uns verbindet mehr als uns trennt, daher sollte der Blick auf diese Gemeinsamkeiten gestärkt werden.“ Vor diesem Hintergrund seien alle Bemühungen, diese beiden Konfessionen und auch die weiteren an einen Tisch zu bringen, um Ökumene zu leben, willkommen und notwendig, um damit die gemeinsamen Wurzeln zu stärken und ein glaubwürdiges Zeugnis als Gemeinschaft aller Christen in der heutigen Zeit abzulegen.

Die inhaltlichen theologischen Fragen, zum Beispiel das Glaubensbekenntnis oder die Feier des Abendmahls beziehungsweise der Eucharistie, seien dabei weitestgehend bereits geklärt. Auf der strukturellen Ebene, bei der Ämterfrage und der Institutionen gebe es jedoch noch etliches zu tun. Hilfreich sei die Arbeit an der Basis, Ökumene von unten, wo sich Christen beider Konfessionen kennenlernen und so „den Weg für die noch zu klärenden Fragen vorzubereiten“, führte Prof. Dr. Sattler aus. „An der Basis fehlt es noch manchmal an Wissen voneinander und Vertrauen zueinander“, ergänzte sie.

Pfarrer Thomas Ring bestätigte dies und berichtete von positiven Fortschritten in der ökumenischen Arbeit in Billerbeck. „Wir sind da auf einem sehr guten Weg“, freute er sich. Das Lutherjahr mit seinen vielen konfessionsübergreifenden Veranstaltungen sei bis jetzt ein gutes Jahr, um die wechselseitige Wahrnehmung zu forcieren, referierte Prof. Dr. Sattler und äußerte die Hoffnung, dass dies den Fortschritt in der Ökumene insgesamt bestätigen und beschleunigen möge.

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