So., 08.10.2017

Zuhörer zeigen sich beim Rockkonzert in der Sporthalle in Osterwick textsicher „Still Collins“ reißt Publikum mit

Zuhörer zeigen sich beim Rockkonzert in der Sporthalle in Osterwick textsicher: „Still Collins“ reißt Publikum mit

Eine ausgelassene Rock-Party feiert das Publikum mit der Band „Still Collins“. Fotos: Ursula Hoffmann Foto: az

Rosendahl. Blaues Licht taucht die Bühne in geheimnisvolles Dunkel, Lichter an den Instrumenten der Musiker erhöhen die Mystik der Atmosphäre, dazu ertönt aus dem Hintergrund ein satter Sound – ein Einstieg, der stimmungsvoll die Erwartungshaltung schürt.

Von Ursula Hoffmann

Die Reihen vor der Bühne werden dichter, und als dann „In the Air Tonight“ erklingt, geht der Rhythmus den Zuhörern sofort in Arme und Beine – bei dem Konzert im Rahmen der Rosendahler Kulturkarte.

„Still Collins“ nennt sich die siebenköpfige Band um Leadsänger Sven Komp, die seit fast 22 Jahren mit Begeisterung auf die kompletten Genesis- und Phil Collins-Musikgeschichte zurückblickt und damit, wie das Rosendahler Publikum in der Sporthalle Osterwick beweist, Jung und Alt begeistert. „Nix digital“, schmunzelt Kamp, als er im Laufe des Abends den Genesis-Song „Follow me Follow You“ von 1978 auf einem Uralt-Kassettenrekorder anspielt und die Band gleich darauf beweist, dass der Love Song „still“ (noch immer, wie es ihr Name sagt) ein Hit ist.

Und so folgt an diesem Abend ein unvergessener Song dem anderen, die textsicheren Zuhörer bejubeln gleich die ersten Töne und begeistern sich für die Stimme von Lead-Sänger Komp, die sich der von Phil Collins durchaus annähert. Gesanglich begleitet wird Komp von Katja Symannek, die mit ihrer warmen, dunklen Soul-Stimme auf ganzer Linie überzeugt. Wunderschön ihre einfühlsame deutsche Übersetzung des Tarzan-Songs „You’ll be in my Heart“. Ein übriges tun die fünf Musiker – Uli Opfergelt (E-Gitarre), Markus Hartmann (Bass), Martin Littfinski (Schlagzeug), Wolfgang Braun und Christoph Wüllner (beide Keyboard), die mit ihren Arrangements auch soundmäßig dem Vergleich mit dem Original standhalten. Vor allem Opfergelt und Littfinski bekommen jubelnden Applaus für ihre Soli.

Klasse eine integrierte Gitarren-Einlage von „Freude schöner Götterfunken“. Eingebettet ist die mitreißende Musik in eine extravagante Show, die mit effektvoller Lichtregie und spannenden Videoeinspielungen zusätzliche Stimmung zaubert.

So staksen die Musiker auf der Leinwand zu „I can’t dance“ wie Roboter unter anderem über die Kölner Domplatte. Oder Kaleidoskop-Muster begleiten „Carpet Crawlers“.

Komp führt schlagfertig durch das Programm und spart auch nicht mit Lob für das engagiert mitgehende Publikum. Kleine Exkursionen erinnern an Mike Rutherford („Another Cup of Coffee“) oder Peter Gabriel („Solsbury Hill“ und „Sledge Hammer“).

Die Stimmung in der Halle kocht zunehmend hoch, und ohne Zugabe lässt das klatschende und tanzende Publikum die Band natürlich nicht von der Bühne. Passend zur Begeisterung. „Another Day in Paradies“ und als endgültiger Abschied „Take me Home“.

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