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Mi., 13.12.2017

Kaufvertrag mit Lafayette Mittelstand Capital vollzogen / Firma heißt jetzt Münsterland J. Lülf GmbH Mit 49 Arbeitsplätzen in die Zukunft

Rosendahl. Die Münsterland J. Lülf GmbH startet in die Zukunft, der Kaufvertrag ist jetzt vollzogen worden, wie es in einer Pressemitteilung der Düsseldorfer Kanzlei Lambrecht heißt.

Von Allgemeine Zeitung

Vorausgegangen waren die Unterzeichnung eines Kaufvertrags über den Geschäftsbetrieb mit dem mittelständischen Investor Lafayette Mittelstand Capital Anfang November und eine Einigung mit wesentlichen Gläubigern.

Die Geschäftsführung des Unternehmens Münsterländische Margarine-Werke J. Lülf GmbH hatte am 7. Juli 2017 Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt, um das Unternehmen wieder zukunftsfähig aufzustellen. Als Berater begleitete die Kanzlei Lambrecht – Partnerschaft von Rechtsanwälten aus Düsseldorf – das Verfahren. Die federführende Partnerin Annamia Beyer dazu: „Die Krise rührte aus dem Preisverfall bei Margarine-Produkten. Deswegen mussten wir das Unternehmen neu aufstellen und haben uns dabei auf die bekannten Milch-Produkte konzentriert.“

Parallel zur operativen Sanierung des Unternehmens wurde ein Investor gesucht, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Dieser wurde mit dem Investor Lafayette Mittelstand Capital gefunden, der auf Unternehmen in Sondersituationen spezialisiert ist. Der Investor legte das umfangreichste Personalkonzept mit 49 Arbeitsplätzen vor. 47 Arbeitsplätze sind abgebaut worden. Damit ist die Hälfte der Arbeitsplätze erhalten geblieben. Der geschäftsführende Gesellschafter Melchior Lülf kommentiert: „Die letzten Hürden wurden in den letzten vier Wochen genommen, was mich sehr freut. Jetzt geht es für das Unternehmen und seine Mitarbeiter in die Zukunft. Lafayette startet mit sehr viel Engagement.“

Vorausgegangen waren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, die auch einen Personalabbau und Zugeständnisse der Belegschaft unvermeidbar gemacht hätten. Die Mitarbeiter hätten für 2017 auf das Weihnachtsgeld verzichtet, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Die Gewerkschaft NGG habe die Arbeitnehmer, die durch den Personalabbau betroffen waren, durch Vermittlung von offenen Stellen in der Region unterstützt.

Das Sanierungsverfahren überwachten Rechtsanwalt Stefan Meyer und der Gläubigerausschuss. „Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Beratern, Sachverwaltung und Gläubigerausschuss hat zum Erhalt des Unternehmens geführt. Das freut mich für die Gläubiger, die Region und die Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz behalten konnten“, so Meyer, der in die Verhandlungen mit Investoren und Gläubigern eng eingebunden war.

Damit sei die Sanierung des Geschäftsbetriebs in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Lambrecht wird kurzfristig die Aufhebung der Eigenverwaltung beantragen, dazu die federführende Partnerin Beyer: „Für die schlichte Abwicklung des alten, nicht mehr benötigen Rechtsträgers ist das Regelinsolvenzverfahrens besser geeignet, unsere Arbeit ist erfolgreich erledigt, der 128-jährige Traditionsbetrieb geht in die Zukunft.“

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