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Do., 18.01.2018

Jobcoach Axel Reimers unterstützt Menschen in Rosendahl und Nottuln auf dem Weg ins Berufsleben Eine Perspektive für Flüchtlinge

Jobcoach Axel Reimers unterstützt Menschen in Rosendahl und Nottuln auf dem Weg ins Berufsleben: Eine Perspektive für Flüchtlinge

Start frei für den Jobcoach, der Flüchtlinge auf dem Weg ins Berufsleben unterstützt: (von links) Dr. Kirsten Tacke-Klaus (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld), Lioba Galliet (Regionalmanagement), Marion Otte (Geschäftsführung Havixbecker Modell), Benedikt Gellenbeck (Fachbereichsleiter Gemeinde Nottuln), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (Sparkassenstiftung), Doris Block (Beigeordnete Gemeinde Nottuln), Jobcoach Axel Reimers, Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme (Sparkassenstiftung), Wolfgang Croner (Fachbereichsleiter Gemeinde Rosendahl), Hermann Roters (Vorsitzender Havixbecker Modell), Christoph Gottheil (Bürgermeister Rosendahl) und Herbert Kortüm (Wirtschaftsförderer Gemeinde Rosendahl). Foto: Frank Wittenberg

Rosendahl. Den richtigen Weg haben sie bereits eingeschlagen. „Wir haben schon zehn Flüchtlinge in ein Arbeitsverhältnis gebracht, so dass sie teilweise ohne Sozialleistungen auskommen“, berichtet Christoph Gottheil. Ein guter Wert, den es auszubauen gelte – vor allem mit Unterstützung von Jobcoach Axel Reimers. Der hat Anfang Januar seine Arbeit aufgenommen und wird sich als Mitarbeiter des „Havixbecker Modell e. V.“ künftig intensiv um geflüchtete Menschen in Rosendahl und Nottuln und Kontakte zu Unternehmen kümmern.

Von Frank Wittenberg

Eine wichtige Hilfe, daran lässt der Bürgermeister keinen Zweifel. Natürlich gebe es zwei Mitarbeiter im Rosendahler Jobcenter, die sich um die Flüchtlinge, aber auch um Deutsche und EU-Ausländer kümmern, die Sozialleistungen beziehen müssen. „Mit den Kapazitäten wäre es aber nicht zu schaffen, auch noch die enge Verbindung zu den Firmen herzustellen und die Flüchtlinge auch in einem Arbeitsverhältnis noch zu betreuen“, erklärt Gottheil. Und genau dieser Schritt, den zugezogenen Menschen auch nach den Integrationskursen eine Perspektive zu geben, sei extrem wichtig.

Geboren ist die Idee schon im Herbst 2014, erzählt Hermann Roters, Vorsitzender des Havixbecker Modells. Dank der Unterstützung der Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld, die das Projekt mit 10 000 Euro unterstützt, habe es auf dem beschwerlichen Weg zur Umsetzung viel Rückenwind gegeben. „Diese Idee ist in unseren Gremien sehr positiv aufgenommen worden“, betont Landrat Christian Schulze Pellengahr in seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender. Denn trotz rückläufiger Flüchtlingszahlen sei es eine wichtige Aufgabe, die hier aufgenommenen Menschen auf dem Weg ins Berufsleben zu unterstützen. Zudem genieße das Havixbecker Modell weit über die Kreisgrenzen hinaus eine große Wertschätzung, weiß Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme: „Und wenn dieses Projekt erfolgreich ist, gewinnen wir alle.“

Gerne hätten es die Verantwortlichen gesehen, wenn alle vier Baumberge-Kommunen ins Boot gestiegen wären. Zunächst machen aber nur Rosendahl und Nottuln mit, so dass Axel Reimers mit einer halben Stelle die Tätigkeit aufgenommen hat. „Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt, da kann er eine Menge bewegen“, sagt Hermann Roters. Vielleicht, hofft Landrat Schulze Pellengahr, seien ja noch Gespräche mit den Kommunen Billerbeck und Havixbeck möglich, wenn die Maßnahme richtig angelaufen sei.

Axel Reimers fühlt sich jedenfalls bestens aufgenommen in den Rathäusern in Rosendahl und Nottuln. In den dortigen Jobcentern knüpft er die Kontakte zu den Flüchtlingen, lotet gemeinsam mit den Mitarbeitern aus, welche Arbeitsbereiche in Frage kommen, schafft die Verbindungen zu den Firmen. „Wir stehen im engen Austausch, dazu erhält er viele Informationen unserer Flüchtlingsbeauftragten Haifa Hammer“, erklärt Wolfgang Croner, Leiter des Fachbereiches Ordnung und Soziales. Der Eigenanteil von 15 000 Euro für vier Jahre, den die Gemeinde zum Projekt Jobcoach beisteuere, sei gut angelegt, versichert Christoph Gottheil: „Wenn nur eine Person mit einer Familie dadurch in den Beruf kommt und keine Sozialleistungen mehr benötigt, rechnet sich das schon“, stellt der Bürgermeister fest. „Außerdem ist das ein weiterer Mosaikstein in der Integration.“

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