Anbau Seniorenheim Osterwick: Rat stimmt Änderung des Bebauungsplans zu/ Lengers Kämpchen wird verlegt
Weichen für Erweiterung gestellt

Osterwick. Die Weichen für den Erweiterungsbau des Seniorenheims der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian hat jetzt der Gemeinderat gestellt.

Samstag, 03.02.2018, 06:02 Uhr

Anbau Seniorenheim Osterwick: Rat stimmt Änderung des Bebauungsplans zu/ Lengers Kämpchen wird verlegt: Weichen für Erweiterung gestellt
In Richtung Lengers Kämpchen hin wird das Altenheim in Osterwick erweitert. In diesem Zuge wird die Straße verlegt. Foto: Archiv

Mit einer Gegenstimme von Martin Branse (SPD) hat das Gremium der dafür erforderlichen Änderung des Bebauungsplans „Südlich der Schöppinger Straße“ zugestimmt.

Im Zuge der Erweiterung soll die an das Grundstück der Stiftung angrenzende Straße Lengers Kämpchen im östlichen Bereich verlegt werden. Die Kosten dafür wird die Stiftung übernehmen, wie Bürgermeister Christoph Gottheil in der Ratssitzung noch einmal deutlich machte. Der Beschluss sei eine „richtungsweisende Entscheidung für den Ortsteil Osterwick und für die gesamte Gemeinde Rosendahl“, kommentierte der Bürgermeister.

Das Seniorenheim soll um 20 Zimmer und einen Bereich für die Tagespflege erweitert werden. Um den Platz für den Anbau zu schaffen, wird nun die Straße Lengers Kämpchen verschwenkt.

Martin Branse (SPD) hielt diese Lösung für nicht geeignet und stimmte deshalb gegen den Beschluss. Er bemängelte die beiden Kurven, die durch die Verschwenkung entstehen.

Außerdem würden durch die neue Straßenführung zusätzliche Flächen versiegelt. Martin Branse kommentierte: „Jede Straße, die wir nicht bauen, ist gut für die Umwelt und fürs Portmonee.“ Man hätte andere Alternativen prüfen müssen, lautete sein Vorwurf. Unter anderem sei eine Erschließung über den Schürkamp möglich gewesen. Er hätte eine Sackgassenregelung mit einem Wendehammer bevorzugt.

Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) erinnerte daran, dass Begegnungsverkehr auf dem Lengers Kämpchen unmöglich sei. Es sei dringend nötig, die Einbahnstraßenregelung beizubehalten. Ein Wendehammer komme deshalb aus seiner Sicht gar nicht in Frage.

Bürgermeister Christoph Gottheil betonte, dass bei einem Ortstermin festgestellt worden sei, dass auf der Straße „Lengers Kämpchen“ durchaus Frequenz vorhanden sei. Sie sei auch eine wichtige Anbindung zur Sekundarschule.

Im übrigen habe die Gemeindeverwaltung im Vorfeld „jede Menge abgewogen“. Durch eine Verschwenkung der Straße, werde das Tempo automatisch gedrosselt. Es sei bekannt, dass das Lengers Kämpchen bisher als „Rennstrecke“ gelte.

Das einzige Argument, das er gelten lasse, sei, dass durch die neue Straßenführung die Grundstücke einiger Anwohner näher an die Straße heranrücken würden.

Im Zuge der Aufgabe eines Straßenteilstücks des Lengers Kämpchens schlagen die Stadtwerke Coesfeld vor, die Wasserversorgung in diesem Bereich neu zu strukturieren und damit zu verbessern. Es sollen neue Verbindungen der Wasserleitungen vom Schürkamp in die Schöppinger Straße und vom Lengers Kämpchen in die Hauptstraße geschaffen werden.

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