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Mo., 26.02.2018

Geflügelzüchter Andreas Gerling betreut im Nikolaus-Kindergarten in Darfeld das Projekt „Vom Ei zum Küken“ Brüter stets im Blick

Geflügelzüchter Andreas Gerling betreut im Nikolaus-Kindergarten in Darfeld das Projekt „Vom Ei zum Küken“: Brüter stets im Blick

Jeden Morgen sehen die Kinder vom Nikolaus-Kindergarten zunächst nach den Eiern im Schaubrüter. Für das Foto durften die kleinen Nachwuchszüchter die Eier gemeinsam mit Geflügelzüchter Andreas Gerling und Tochter Nele (3.v.l.) für einen Moment aus dem warmen Brüter herausnehmen. Foto: Manuela Reher

Darfeld. Jeden Morgen blicken die Kleinen vom Nikolaus-Kindergarten in Darfeld bei ihrer Ankunft zuerst in den gläsernen Schaubrüter in der Eingangshalle. Dort liegen in mehreren Bastkörbchen 50 Eier von acht verschiedenen Hühnerrassen.

Von Manuela Reher

Die Kinder dürfen jeden Morgen dabei helfen, die Eier vorsichtig zu drehen. „Alle wollen mithelfen“, sagt Geflügelzüchter Andreas Gerling, dessen Tochter ebenfalls den Kindergarten St. Nikolaus besucht. Gemeinsam mit den Erzieherinnen ist die Idee entstanden, das Projekt „Vom Ei zum Küken“ durchzuführen.

„Das ist nicht nur eine schöne Sache für die Kinder“, betont Gerling, sondern auch eine gute Werbung für das Hobby des Geflügelzüchtens. Er selbst ist Mitglied im Rassegeflügelzuchtverein Lette und Ziergeflügelzuchtverein Westmünsterland in Schöppingen.

„Die Kinder jedenfalls haben unglaublich viel Freude an dem Projekt“, bestätigt Marion Kleyboldt, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Silke Göckener das Angebot betreut. Nele ist durch ihren Vater schon ein kleiner Profi und gibt ihr Wissen gerne an ihre Kameraden weiter. So weiß sie genau, dass im Schaubrüter stets eine konstante Temperatur von 38,7 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent herrschen muss. Anderenfalls würden nachher vielleicht keine Küken aus den Eiern schlüpfen.

Andreas Gerling hat Eier von Zwerghühnern ebenso ausgesucht wie von größeren Hühnern. Die Eier vom Maranhuhn fallen durch ihre schokoladenbraune Färbung auf. Die Eier vom Arucanerhuhn sind grün. Marion Kleyboldt: „Wir besprechen jede einzelne Veränderung im Schaubrüter ganz genau mit den Kindern.“ Auch als Andreas Gerling mit einer speziellen Taschenlampe, einer sogenannten Schierlampe, im Kindergarten auftaucht, ist das Interesse groß. Damit durchleuchtet er jedes einzelne Ei, um festzustellen, ob sich darin ein Küken entwickelt. Um die Wartezeit zu verkürzen, bis die Küken schließlich nach 23 Tagen schlüpfen, bringt Andreas Gerling noch die beiden Hähne Franz und Paul mit in den Kindergarten. Er ist schon gespannt auf die Reaktionen der Kinder.

„Das Schlüpfen der Küken wird dann bestimmt noch einmal ein großes Erlebnis für die Kinder“, meint Marion Kleyboldt. Die kleinen Hühner dürfen dann noch 24 Stunden im Brüter bleiben, bis ihr Gefieder trocken ist. Danach kommen die Tiere im Kindergarten unter eine wärmende Rotlichtlampe.

Eine Vereinskollegin von Andreas Gerling aus Lette wird die Küken später abholen und aufziehen. Die erwachsenen Tiere können die Kleinen vom Nikolaus-Kindergarten dann Ende Oktober in der Geflügelausstellung in Lette besichtigen. Andreas Gerling: „Wir hoffen natürlich, dass die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die Ausstellung besuchen, um ihre Küken vom Frühjahr wiederzusehen. Und vielleicht bekommt das eine oder andere Kind Lust, in Zukunft auch Geflügel zu züchten. Denn in unseren Vereinen ist Nachwuchs stets willkommen.“

Erzieherin Marion Kleyboldt freut sich, dass die Kinder durch das Projekt erfahren, wie die Zusammenhänge sind, woher das Ei kommt und dass aus einem Ei ein Küken schlüpfen kann. „Das Projekt ermöglicht etlichen unserer Kinder völlig neue Erfahrungen.“

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