Rosendahl
Ein Leuchtturm des Ehrenamtes

Darfeld. Geld zur Verfügung stellen, um solche Projekte möglich zu machen, ist die eine wichtige Sache. „Was aber würde das nützen ohne Ehrenamt?“, stellte der leitende Regierungsdirektor Frank Nießen fest. Nichts, und genau deshalb rückten gestern die vielen Helfer immer wieder in den Blickpunkt, die in über 2600 Stunden dazu beigetragen haben, den Darfelder Generationenpark um ein weiteres Schmuckstück zu erweitern. Die Begeisterung darüber war gestern bei der Einweihung des Backhauses jederzeit greifbar.

Montag, 30.04.2018, 08:44 Uhr

Rosendahl: Ein Leuchtturm des Ehrenamtes
Gemeinsam stolz auf die Einweihung des Backhauses im Generationenpark Darfeld: (von links) Bürgermeister Christoph Gottheil, Bauleiter Tono Bertmaring, Lioba Galliet (Regionalmanagement der Leader-Region Baumberge), Annette Hülsmann (Bezirksregierung Münster), CDU-Landtagsabgeordneter Wilhelm Korth, Jürgen Farwick (Vorsitzender Förderverein Generationenpark), Projektleiter Erich Gottheil, Frank Nießen (leitender Regierungsdirektor), Landrat Christian Schulze Pellengahr und Rolf van Deenen (Vorsitzender Heimatverein Darfeld). Fotos: fw Foto: az

Begeistert ist er und dankbar – kurz und knapp fasste der Heimatvereinsvorsitzende Rolf van Deenen zusammen, was da entstanden ist. Wie aus einer ersten Idee ein Backhaus geworden ist, skizzierte Projektleiter Erich Gottheil, der einen kurzen Überblick von den ersten Überlegungen im Herbst 2015 bis zur fertigen Umsetzung gab. Dank der Leader-Förderung sowie der Unterstützung der NRW-Stiftung, der Sparkassenstiftung und der Gemeinde Rosendahl sei in Trägerschaft des Heimatvereins dieses Backhaus nach historischem Vorbild möglich geworden. „Und den Kostenrahmen haben wir nur um 0,5 Prozent überschritten“, lächelte Gottheil – daran könnten sich die Verantwortlichen der Großprojekte wie Berliner Flughafen BER oder Elbphilharmonie ein Beispiel nehmen . . .

Dem Projektleiter gebührte der entsprechende Dank. „Ich habe da noch eine Idee“, stellte Frank Nießen von der Bezirksregierung Münster schmunzelnd den Satz vor, mit dem Erich Gottheil immer wieder bei ihm auftauche. Hinzu seien hier mit Bauleiter Tono Bertmaring und seinem Team engagierte Ehrenamtliche gekommen, die symbolisch für den besonderen bürgerschaftlichen Einsatz in Rosendahl stehen, sprach Bürgermeister Christoph Gottheil allen Akteuren seine besondere Anerkennung aus – „nicht zu vergessen die Mannschaft hinter der Mannschaft“, sprich: die Frauen. Mit dem Backhaus werde altes Wissen erhalten. „Und dieses Areal hat einen weiteren Hingucker erhalten.“

Eben dieses Areal sorgte auch bei Landrat Christian Schulze Pellengahr, der ebenso wie der CDU-Landtagsabgeordnete Wilhelm Korth seine Glückwünsche überbrachte, einmal mehr für Begeisterung. „Alle Ehrenamtlichen haben gezeigt, was ihnen die Gemeinschaft im Dorf bedeutet“, betonte er. „Überhaupt ist es einzigartig, was hier in den vergangenen Jahren entstanden ist.“ Und das in mittlerweile 10 300 ehrenamtlichen Stunden, ergänzte Jürgen Farwick, Vorsitzender des Fördervereins Generationenpark.

Nachdem Pastor Dirk Holtmann die Einsegnung des Gebäudes vorgenommen und sich eine kaum enden wollende Schlange beim Brotverkauf gebildet hatte, war es für Tono Bertmaring Zeit, die Bedeutung des Projektes hervorzuheben. „Generationen vergehen, Dörfer bestehen“, so laute die Inschrift im Backhaus. „Wir müssen etwas dafür tun, dass unser Darfeld bestehen bleibt“, betonte der Bauleiter. „Das gelingt nur über ehrenamtlichen Einsatz!“

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