Mi., 04.05.2016

Reiten: Siegerin im Bundesvierkampf Shona Benner, das Gold-Girl aus Billerbeck

Reiten: Siegerin im Bundesvierkampf : Shona Benner, das Gold-Girl aus Billerbeck

Gut lachen hat Shona Benner nach ihrem Doppelsieg in Einzel- und Mannschaftswertung beim Deutschlandpreis der Bundes-Nachwuchsvierkämpfer in Langenfeld. Foto: az

Billerbeck. Sie ist gerade mal elf Jahre jung – und schon sooo erfolgreich. Shona Benner, die Nachwuchsreiterin vom RV Billerbeck, war die Sensation beim Deutschlandpreis der Bundes-Nachwuchsvierkämpfer. In Langenfeld (Rheinland) gelang ihr ein eindrucksvoller Doppelsieg in Einzel- und Mannschaftswertung. „Damit hab’ ich nie und nimmer gerechnet“, sagte sie und und staunte Bauklötze, „am Ende war’s ganz, ganz knapp! Aber es hat gereicht.“

Von Ulrich Hörnemann

Der Pferdesportverband Westfalen stellte das beste Team bei den dreitägigen Titelkämpfen und wiederholte den Triumph aus dem Vorjahr. Nach vollem Einsatz im Laufen (2000 m), Schwimmen (50 m), Dressur- und Springreiten freuten sich Shona Benner (RV Billerbeck), Vivien Borgmann (RV Ostbevern), Viktoria Weyers (RV Rhede-Krommert) und Alina Sparwel (RV Südlohn-Oeding) über die Goldmedaillen.

Nach bärenstarken Leistungen, vor allem in der Dressur und im Laufen, war Shona Benner auch noch die Beste im Einzel. Mit der Wertnote 8,8 hatte sie die Dressur gewonnen und bekam als Extra-Belohnung einen Sonderehrenpreis.

Die Silbermedaille im Einzel ging an ihre Teamkollegin Victoria Weyers. Sie hatte mit 8,8 die beste Springnote erzielt und erhielt ebenfalls einen Sonderehrenpreis.

Zu den ersten Gratulanten der beiden Nachwuchstalente gehörten Mannschaftsführerin Christa Middendorf und Trainer Klemens Nachtigall.

Die Begeisterung für den Reitpferd wurde Shona Benner quasi in die Wiege gelegt. „Meine Mutter war früher auch Springreiterin“, erklärte die Amazone, die von Mama Fiona und Papa Thomas in Langenfeld tatkräftig unterstützt wurde. „Ich mach aber nicht nur Springen, sondern auch Dressur.“ Und welche Disziplin favorisiert sie? „Egal“, antwortet die ehrgeizige Nachwuchsreiterin, „ich mag beides gleich gern.“

Die Benners haben sich zwei Reitponies angeschafft: „Rufus“ (13 Jahre), mit dem sie beim Deutschlandpreis im Springen durch einen Null-Fehler-Ritt den Sieg endgültig sicherte, und „Nobels Boy (5 Jahre), mit dem sie in der Dressur startete. Hinterher bekamen die Vierbeiner „eine große Ration Futter und ein paar Leckerlis“, berichtete ihre Reiterin.

Tagtäglich sitzt Shona Benner im Sattel. Mittwochs trainiert sie unter Anleitung von Nicole Weyrich, Reitlehrerin beim RV Billerbeck. Donnerstags gibt ihr Olympiasiegerin Helen Langehanenberg, die auf der Beerlage eine eigene Reitanlage unterhält, wertvolle Tipps. Sonntags ist sie bei Klaus Reinacher, dem langjährigen Landestrainer der westfälischen Springreiter.

Dauernd ist sie unterwegs, doch die Doppelbelastung mit Sport und Schule hat Shona Benner bislang gut auf die Reihe bekommen. „Ich geh’ aufs Pius-Gymnasium in Coesfeld“, erzählte sie, „Sport und Englisch sind meine Lieblingsfächer.“ Wenn sie eines fernen Tages das Abi in der Tasche hat, möchte sie vielleicht Tiermedizin studieren. Doch das sei Zukunftsmusik, bemerkte Sona Benner, „dauert noch“. Bis es soweit ist, wird sie garantiert viele weitere Erfolge in ihrer noch jungen Karriere errungen haben.

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