Frauenfußball: VfL Billerbeck verliert 3:4 beim SV Kutenhausen-Todtenhausen / Schock in der Nachspielzeit
Außer Spesen nichts gewesen

Billerbeck. Der Schock saß tief! „Da touren wir acht Stunden durch Nordrhein-Westfalen, teilweise durch Niedersachsen, und der ganze Aufwand hat nichts gebracht“, ärgerte sich der Billerbecker Trainer Walter Okon, „das ist frustrierend.“ Zumal der entscheidende Treffer, der wie ein Knockout wirkte, erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel, als Linda Backhaus das 4:3 für den Sportverein Kutenhausen-Todtenhausen erzielte.

Dienstag, 17.10.2017, 09:34 Uhr

Frauenfußball: VfL Billerbeck verliert 3:4 beim SV Kutenhausen-Todtenhausen / Schock in der Nachspielzeit: Außer Spesen nichts gewesen
Torschützin zum 1:1-Ausgleich: Franziska Diekmann (links), Stürmerin aus Billerbeck. Foto: Ulrich Hörnemann

Walter Okon konnte es nicht fassen, dass seine Mannschaft ihre fünfte Niederlage im sechsten Spiel schlucken musste. „Momentan haben wir den Mist an den Füßen“, schimpfte er, „wir sind eh schon stark ersatzgeschwächt, dann mussten wir auch noch mit Isabel Ueding eine der Leistungsträgerinnen ersetzen.“ Sie hatte sich krank abgemeldet. Weil Birte Beuker auf Klassenfahrt war, holte er Marlen Segbert aus der Reserve hoch, die eine ordentliche Partie ablieferte.

Schon in der 7. Minute ging der SV Kutenhausen-Todtenhausen, ein Verein aus Minden, durch Michelle Rösener in Führung. „Aber unsere Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt.“ Franziska Diekmann trickste sich in der 11. Minute durch die gegnerische Abwehr und krönte ihre schöne Aktion mit dem 1:1. Per Freistoß gelang Maren Schulte in der 25. Minute sogar das 2:1. Annina Kühme markierte allerdings in der 27. Minute den 2:2-Ausgleich. Anna Haberecht sorgte in der 32. Minute für das 3:2, hätte fast noch das 4:2 nachgelegt und musste zehn Minuten später das Feld mit heftigen Kreislaufproblemen verlassen.

Nach der Pause blieb die Begegnung hektisch. „Wir konnten das Spiel nicht beruhigen und die richtige Bahn lenken“, stellte Walter Okon fest, „wir hätten zielstrebig auf das vierte Tor drängen müssen, dann wäre die Entscheidung gefallen.“ Stattdessen folgte in der 77. Minute das 3:3 durch Michelle Rösener.

Die Gastgeberinnen ließen nun nicht mehr locker. „Mit ihrem englischen Stil, sehr rustikal, teilweise sogar überhart, haben sie uns den Schneid abgekauft“, erklärte Okon, „in der Schlussphase konnte ich auch nicht mehr wechseln.“ Er hatte bereits Meike Knipper für Anna Haberecht, seine Co-Trainerin Ute Gers für Marina Löhnert und Laura Ludes für Franziska Diekmann gebracht. Nicole Störmer, die sich mit Wadenproblemen herumschlug, musste bis zuletzt durchhalten.

Das Last-Minute-Tor von Linda Backhaus resultierte zu allem Pech aus einem Freistoß, „der keiner war“, wie Walter Okon betonte, „das ärgert mich maßlos.“ Dass der Endlos-Trip ins tiefste Ostwestfalen wenig ergiebig war, drückte natürlich gewaltig auf die Stimmung bei der Rückreise. „Unser Gegner war nicht mal besonders stark, wir aber auch nicht“, bilanzierte Okon, „da saß deutlich mehr drin.“ Außer Spesen nichts gewesen. 7 SV Kutenhausen-Todtenhausen - VfL Billerbeck 4:3; Tore: 1:0 Michelle Rösener (7.), 1:1 Franziska Diekmann (11.), 1:2 Maren Schulte (25.), 2:2 Annina Kühme (27.), 2:3 Anna Haberecht (32.), 3:3 Michelle Rösener (77.), 4:3 Linda Backhaus (90. + 2)

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