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Do., 06.03.2014

Jugendfußball: Kreis Coesfeld plant die Fair-Play-Liga für F-Junioren und Mini-Kicker Spaß rauf – Emotionen runter

Kreis Coesfeld. Für die kleinsten Junioren-Fußballer im Kreis Coesfeld stehen durchaus gravierende Veränderungen in naher Zukunft an. Die betreffen aber nicht in erster Linie die Jungen und Mädchen selbst, sondern vielmehr die Trainer und die Eltern. Denn der Kreis Coesfeld will die Fair-Play-Liga für die F-Junioren und Mini-Kicker einführen.

Von Jürgen Primus

„Das ist eine gute Sache, die wir uns auch für den Kreis Coesfeld wünschen“, sagt Werner Kumbrink, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses. Doch der Schritt müsse auch gut vorbereitet werden. Kumbrink: „Dazu müssen wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten. Daher werden wir die Überlegungen vermutlich auf dem nächsten Staffeltag im Sommer vorstellen.“

Ziel ist es aus, die Emotionen am Spielfeldrand, die häufig durch Eltern und Trainer bei den Nachwuchs-Kickern hineingetragen werden, abzuschaffen. Für die Eltern wird eine Fan-Zone eingerichtet, die etwas abseits vom eigentlichen Geschehen liegt.

Die Trainer können sich in einer gemeinsamen Coaching-Zone gegebenenfalls gegenseitig maßregeln, und die Kinder selber müssen ohne Schiedsrichter zurecht kommen. „Das ist wie früher auf dem Bolzplatz“, so Werner Kumbrink. „Da mussten wir uns ja auch einigen, was Foul war und was nicht.“

Der Verband hat nach Auskunft des zuständigen Abteilungsleiters Sven Günther aus der Sportschule Kaiserau nur positive Erfahrungen mit den Maßnahmen, die im Kreis Aachen zuerst ausprobiert wurden, gemacht. „Nicht die Erwachsenen stehen länger im Mittelpunkt, sondern die jungen Fußballer.“

Das erfordere auch ein Umdenken und ein Zurückschrauben des Egos bei den Erwachsenen. „Da ist viel Überzeugungsarbeit notwendig. Es lohnt sich aber auch.“

Werner Kumbrink ist sich sicher: „Der Fußball rückt bei den Kleinsten wieder mehr in den Fokus.“ Schon jetzt werde ja ohne Tabelle, sprich ohne Leistungsdruck, gespielt. „An erster Stelle steht der Spaß am Fußball.“ So sollen bei den ganz Kleinen auch keine Spielerpässe notwendig sein. „Wenn jemand heute zum Beispiel für die SG Coesfeld kickt, dann aber einen besten Freund bei der DJK Coesfeld findet, dann muss ein Vereinswechsel schnell und ohne Sperre möglich sein“, wünscht sich der Kreisjugendausschuss-Vorsitzende Kumbrink.

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