Mo., 20.03.2017

Landesliga: Sebastian Scheinig nicht glücklich mit glücklichem Punkt gegen SV Dorsten-Hardt Klare Worte nach magerem Auftritt

Landesliga: Sebastian Scheinig nicht glücklich mit glücklichem Punkt gegen SV Dorsten-Hardt : Klare Worte nach magerem Auftritt

Torschützen unter sich: Mikhail Fedorov (links) gelang die Führung für die DJK-VBRS, Jens Lensing der Ausgleich. Foto: az

Coesfeld. Nach wachsweichen Ausreden war Sebastian Scheinig nicht zumute. Nein, der Trainer sprach Klartext – zu groß war die Enttäuschung über den mageren Auftritt im so wichtigen Kellerduell gegen den SV Dorsten-Hardt. Einen „Rückschritt“ hatte Scheinig gesehen, „viele Totalausfälle“ auf dem Platz ausgemacht. Dieses 1:1 seiner DJK Coesfeld-VBRS, immerhin der erste Punkt nach einer Serie von fünf Niederlagen, stimmte ihn nicht glücklich: „Weil er so glücklich war.“

Von Frank Wittenberg

Die Luft wird dünner im Abstiegskampf der Landesliga. In der Liga, über die Scheinig schon mehrfach zurecht gesagt hat, dass nahezu jeder jeden schlagen kann – nur müssen sie es auch mal wieder machen. Der letzte Sieg der Eintrachtler datiert vom 27. November (3:1 bei Preußen Lengerich). Nach wie vor sind es nur vier Punkte Rückstand auf Platz sieben – aber der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist auf einen mickrigen Zähler geschrumpft. „So wie wir gegen Dorsten aufgetreten sind, reicht das nicht für die Landesliga“, richtet der Trainer klare Worte an sein Personal.

Klar war die Ansage im Vorfeld, aber auf dem Platz fand nahezu nur das Gästeteam statt. „Dorsten hat von Beginn an genau das gemacht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, stellt Scheinig fest. „Wir wollten pressen und zeigen, dass hier nichts zu holen ist.“ Tatsächlich lief die DJK-VBRS aber der Musik hinterher und durfte von Glück reden, mit Julian Medding einen ausgezeichneten Torwart zwischen den Pfosten zu haben. Die Führung, die Mikhalil Fedorov in der 44. Minute nach schöner Vorarbeit von Marius Borgert erzielte, war in den 92 Minuten der einzige echte Torschuss.

Auf eine Steigerung warteten die Zuschauer und das Trainerteam vergeblich. Weder nach dem Ausgleich in der 57. Minute steigerten sich die Coesfelder, noch nach dem von Julian Medding gehaltenen Elfmeter (79.). „Da hatte ich gehofft, dass wir noch einmal eine Reaktion zeigen“, so Scheinig. Die einzige Großchance zum Siegtreffer hatten aber die Gäste, die erneut an Medding scheiterten (84.).

Das Problem, das sich schon durch die gesamte Saison zieht, war auch diesmal wieder sichtbar: Durch die vielen Schichtarbeiter gestaltet sich eine gezielte Trainingsarbeit immer wieder kompliziert. „In dieser Woche sieht es besser aus“, rechnet Scheinig mit einer besseren Beteiligung. „Wir müssen viel sprechen und arbeiten.“ Alternativen bieten sich nicht, denn die Mannschaft stellt sich nahezu von selbst auf. 14 Spieler hatte er am Sonntag auf dem Bogen – und bis auf Marcel Strübig wird es auch keine Rückkehrer geben. Alex Voss, der am Sonntag 90 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt hat, wohnt demnächst in Dortmund und kann dann nicht mehr trainieren.

Gezieltes Arbeiten ist schwierig. Dennoch wollen sie alles daran setzen, auch in der kommenden Saison in der Landesliga zu kicken. „Dazu müssen wir jetzt auch mal wieder unerwartet Punkte holen“, fordert der Trainer – zum Beispiel am kommenden Sonntag, wenn die Eintrachtler beim Tabellenzweiten SC Münster zu Gast sind. Dann muss aber eine deutliche Steigerung her: „Mit so einem Auftritt wie gegen Dorsten-Hardt haben wir wirklich nicht gerechnet.“

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