Mo., 16.05.2016

Fußball Kein Rooney-Stammplatz - Rashford in erstem England-Kader

Marcus Rashford (l) könnte für England zur EM fahren.

Marcus Rashford (l) könnte für England zur EM fahren. Foto: Nigel Roddis

Roy Hodgson zweifelt, ob Wayne Rooney «der richtige Mann» für Englands Startelf bei der EM ist. Im Angriff hat der Coach der Three Lions eine große Auswahl - mit einer überraschenden Nominierung im vorläufigen EM-Kader heizt er den Konkurrenzkampf weiter an.

Von dpa

London (dpa) - Ohne Stammplatzgarantie für Wayne Rooney und einer überraschenden Nominierung startet Englands Fußball-Nationalteam auf den Weg zur EM.

Roy Hodgson verweigerte bei der Benennung des vorläufigen 26-Mann-Aufgebots seinem letzten verbliebenen Superstar einen fixen Platz in der Startelf für den Euro-Auftakt gegen Russland. «Nach meiner Kenntnis hat er sicher nicht verlangt, dass er im Eröffnungsspiel aufläuft und ich habe keinen Druck, ihn dafür auszuwählen, solange ich nicht glaube, dass er der richtige Mann für den Job ist», erklärte Hodgson im Londoner Wembley-Stadion.

In seinen Kader für die anstehenden Test-Länderspiele berief der Coach der Three Lions unter anderem auch Länderspiel-Neuling Marcus Rashford von Manchester United. Das 18 Jahre alte Top-Talent hatte erst im Februar sein Debüt für den englischen Rekordmeister gegeben und erweitert die große Auswahl im Angriff. Durch die Verletzung von Arsenals Danny Welbeck war ein Offensivplatz frei geworden.

«Der Wettbewerb ist stark und er verdient es», sagte Hodgson über Rashford und bescheinigte ihm eine «großartige Zukunft»: «Er wird die Chance bekommen, jemanden von seinem hohen Ross herunterzuholen.» Bis spätestens zum Nominierungsschluss am 31. Mai muss er damit noch drei Akteure aus dem endgültigen EM-Kader streichen.

Außenstürmer Theo Walcott vom FC Arsenal zählt zu den prominentesten Profis, die Hodgson nicht berücksichtigte. Die Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur mit Torschützenkönig Harry Kane und der FC Liverpool stellen mit jeweils fünf Spielern die größte Fraktion in dem jungen Kader.

«Mit dieser Jugend werden wir eine lange Zukunft haben», betonte Hodgson und kündigte große Ziele an: «Wir fahren dort mit dem Verlangen hin, das Turnier zu gewinnen.» Dabei orientiert sich der Coach an anderen großen Underdogs der Fußball-Geschichte. «Niemand hatte erwartet, dass Dänemark oder Griechenland die EM gewinnen oder dass Leicester die Premier League gewinnt. Jeder braucht diesen Traum und Hoffnung und Glauben.»

England trifft bei der EM (10. Juni - 10. Juli) in der Vorrunde auf Russland, Wales und die Slowakei. Vor dem Turnier stehen Testspiele gegen die Türkei (22. Mai), Australien (27. Mai) und Portugal (2. Juni) auf dem Programm.

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