Mo., 07.03.2016

Fußball: Spielertrainer Zoui Allali (SV Gescher) hat die 0:3-Niederlage in Dülmen abgehakt Kein Blick zurück im Zorn

Fußball: Spielertrainer Zoui Allali (SV Gescher) hat die 0:3-Niederlage in Dülmen abgehakt : Kein Blick zurück im Zorn

Nicht gut gelaufen: Zoui Allali (rechts) trägt die 0:3-Niederlage mit Fassung. „Dülmen war stärker“, stellt er ehrlich fest. Foto: Ulrich Hörnemann

Gescher. Hundert Prozent ist seine Maxime. Mehr ist nicht möglich. Zoui Allali lebt den Fußball. Er lässt seinen Emotionen freien Lauf und gibt alles. Immer und immer wieder. Mit heißem Herzen war er auch in Dülmen mittendrin statt nur dabei. Mit kühlem Kopf brachte der 33-jährige Trainer des SV Gescher die heftige Schlammschlacht hinterher auf den Punkt: „Was soll ich groß sagen: Die Niederlage ist verdient“, analysierte er in aller Kürze das Geschehen und stellte fest, „dass wir gegen eine der stärksten Mannschaften in dieser Liga verloren haben“.

Von Ulrich Hörnemann

Zoui Allali ist ein ehrlicher Verlierer und ein harter Malocher. Auf dem Platz. Und neben dem Platz. Da kann es schon mal sein, dass er sein Personal zu einer Frühschicht am Ahauser Damm einlädt. Morgens um 5.00 Uhr, in aller Herrgottsfrühe, dann noch an einem Feiertag. „Was soll ich machen“, bemerkte er mit einem breiten Lächeln, „wenn wir keinen andern Termin finden?“ Tja, er fordert Flexibilität und geht selbst voran.

Nach dem Unentschieden (1:1) in Lippramsdorf und dem Sieg (2:1) daheim über den FC Marl wollte er die weiße Weste nicht bekleckern. Hat leider nicht geklappt. Woran hat’s gelegen, dass seine Mannen mit einer klaren 0:3-Pleite den knöcheltiefen Ascheplatz verlassen haben. „Wir hätten die guten Chancen, die wir uns in der ersten Halbzeit herausgespielt haben, rigoros verwerten müssen“, kritisierte Zoui Allali die ungenügende Ausbeute im gegnerischen Sechzehner, „das war der Fehler.“ Da war der Gastgeber TSG Dülmen, Herbstmeister und Titelkandidat, viel, viel kaltschnäuziger, obwohl einer der Besten, Knipser Markus Fischer, mit einem Muskelfaserriss zuschauen musste.

Die drei Zähler, die sein Verein beim dritten Auftritt nach der Winterpause eingebüßt hatte, ärgerten Zoui Allai. Wer kann’s ihm verdenken. „Natürlich hätten wir gern was mitgenommen“, betonte er, „doch die Dülmener waren zielstrebiger als wir.“ An guten Möglichkeiten für die Gäste, die bis zur Pause prima mitgehalten hatten, fehlte es nicht. Bernd Bödder, Allali selber und Alex Lanfer mangelte es an der nötigen Präzision. Sie hätten nachjustieren müssen, um ein Tor zu bejubeln.

Mit der roten Karte für den wuchtigen Angreifer Alex Prozmann, der zur zweiten Halbzeit gekommen war und in der 69. Minute schon wieder gehen musste, war die Partie gelaufen. „Da stand es 0:2“, so Allali, „als das 0:3 fiel, mussten wir achtgeben, dass wir nicht noch mehr Haue kriegen.“ Schadensbegrenzung war das Gebot in der Endphase.

Die Abwehrreihe, die bei den ersten beiden Gegentreffern gepatzt hatte, ließ sich kein viertes Mal verladen. Dass die Dülmener mit ihrem engagierten Trainer André Bertelsbeck bei diesem deutlichen Ergebnis hochzufrieden in Richtung Kabine stiefelten, war ihnen anzusehen. Und die Gescheraner? Sie haderten mit dieser Auswärtsniederlage, mussten sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr Gegner einen höheren Aufwand nvestiert und daher auch einen größeren Ertrag verdient hatte. „Dülmen war stärker“, musste Zoui Allali eingestehen.

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